Der herrschende religiöse Faschismus im Iran hat eine neue Welle der Unterdrückung, Einschränkung und des massiven Drucks gegen Gefangene eingeleitet. Die sanitären und Lebensbedingungen im Langeroud-Gefängnis in Qom (Zentralgefängnis von Qom) sind katastrophal. Aufgrund fehlender Hygienestandards und starker Umweltverschmutzung sind die Zellen verdreckt und von Bettwanzen, Läusen und Ungeziefer befallen, was dazu geführt hat, dass Hunderte von Gefangenen an Hautkrankheiten und anderen Infektionskrankheiten erkrankt sind. Grippe und COVID-19 haben sich im Gefängnis ausgebreitet. Zudem wurden die ohnehin schon knappen täglichen Essensrationen für die Gefangenen kürzlich weiter gekürzt. Die Gesundheit der meisten Gefangenen ist ernsthaft gefährdet. Zuvor hatte sich bereits eine Meningitis-Epidemie unter den Gefangenen im Dastgerd-Gefängnis in Isfahan ausgebreitet.
Im Zentralgefängnis von Urmia hat der Druck auf politische Gefangene zugenommen. Unter anderem beschlagnahmten Gefängniswärter Kühlschränke und Fernsehgeräte, die Gefangene auf eigene Kosten gekauft hatten, mit der Begründung, diese gehörten dem Gefängnis.
Im Evin-Gefängnis wurden neue Besuchsbeschränkungen für weibliche Gefangene eingeführt. Die Besuchsdauer in den Zellen und die Besuchszeiten vor Ort wurden halbiert. Nach langen Anfahrten und stundenlangem Warten werden Angehörige von einem Handlanger namens Rezaei, dem neuen Leiter des Besucherraums, beschimpft und misshandelt. Am 6. September protestierten Angehörige und Gefangene im Besucherraum. In den letzten Monaten mussten die Gefangenen im Evin-Gefängnis Temperaturen von über 40 Grad Celsius, defekte Klimaanlagen, Bettwanzenbefall, eingeschränkten Zugang zu Frischluft und den fehlenden Sportmöglichkeiten ertragen. Im August stürmten Gefängniswärter die Abteilung 7 des Evin-Gefängnisses, schlugen politische Gefangene, zerstörten und beschlagnahmten deren Eigentum und verlegten sie in andere Einrichtungen. Am 6. September wurden 60 Gefangene aus dem Fashafouyeh-Gefängnis (Großes Zentralgefängnis von Teheran) in die Abteilung 7 des Evin-Gefängnisses verlegt, was die Überbelegung und den Mangel an Einrichtungen weiter verschärfte.
Am 3. September 2026 stürmten Bedienstete des Vakilabad-Gefängnisses in Maschhad die Zelle von Mohammad Javad Vafaei Sani, beschlagnahmten seine wenigen Sportartikel und verweigerten ihm den Zugang zu Zeitungen. Mohammad Javad, ein Boxmeister, wurde wegen Unterstützung der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) zum Tode verurteilt. Bereits im vergangenen November hatten ihm die Behörden die Teilnahme an der Beerdigung seines Vaters verweigert.
Der iranische Widerstand fordert erneut die Vereinten Nationen, den Menschenrechtsrat, den Hohen Kommissar für Menschenrechte und andere Menschenrechtsorganisationen auf, die kriminelle Behandlung von Gefangenen durch das Mullah-Regime zu verurteilen und eine internationale Untersuchungskommission zu entsenden, die die Gefängnisse des Regimes besucht und sich mit den Inhaftierten, insbesondere mit politischen Gefangenen, trifft.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)
11.September 2026