
Im Schatten einer neuen Welle staatlich angeordneter Hinrichtungen entfaltet sich auf dem iranischen Hochplateau ein stiller, aber gefährlicher Aufstand. In einem Land, in dem ein einziges Foto zum Galgen führen kann, engagieren sich Mitglieder der Volksmojahedin Iran (PMOI) und ihrer „ Widerstandseinheiten “in einem riskanten Widerstandskampf, der die Straßen der Städte zu einem Schlachtfeld der Erinnerung macht.
Die Hinrichtung von sechs politischen Gefangenen – Vahid Bani-Amerian, Abolhassan Montazer, Mohammad Taghavi, Akbar Daneshvarkar, Babak Alipour und Pouya Ghobadi – sollte laut Justiz jegliche Opposition unterdrücken. Stattdessen hat sie landesweit einen Anstieg verdeckter Aktivitäten ausgelöst.
Resistance Units commemorate executed PMOI members, defy regime’s execution spree https://t.co/UDL2DDiPdb
— People's Mojahedin Organization of Iran (PMOI/MEK) (@Mojahedineng) April 7, 2026
Die Chronologie des Widerstands
- April 2026: In der Stadt Sonqor versuchte der Sicherheitsapparat des Regimes, das Viertel um das Haus von Pouya Ghobadis Vater abzuriegeln. Trotz eines massiven Aufgebots an Geheimdienstmitarbeitern versammelte sich eine große Menschenmenge, um dem hingerichteten PMOI-Mitglied die letzte Ehre zu erweisen. In einem seltenen Akt der öffentlichen Trauer als Protest sang die Versammlung Revolutionshymnen in Solidarität mit Ghobadis Mutter und wandelte so eine private Beerdigung in eine öffentliche Ablehnung des Staates um.
3.–4. April 2026: In Zahedan, einer Stadt, die bereits von früheren Repressionen gezeichnet war, verteilten Untergrundeinheiten Flugblätter und hängten Porträts der „Märtyrer“-Dissidenten auf. Gleichzeitig führten Widerstandseinheiten in Maschhad, Karaj, Varamin, Choramabad, Teheran und Bandar Abbas Aktionen zur Niederlegung von Blumen durch. Für einen Außenstehenden mag das Legen einer Rose auf einen Bürgersteig trivial erscheinen; im Iran gelten solche Handlungen jedoch als „Krieg gegen Gott“(Moharebeh). Aktivisten platzierten strategisch Blumen und Fotos der sechs hingerichteten Männer in Fußgängerzonen, um sicherzustellen, dass die Öffentlichkeit die Gesichter sah, die das Regime auslöschen wollte.
#Iran News Alert – Simay Azadi Exclusive
Members of the PMOI Resistance Units and supporters of the Iranian Resistance paid tribute in several cities to six PMOI martyrs:
Vahid Baniamerian (“Commander Vahid”)
Pouya Ghobadi
Babak Alipour
Mohammad Taghavi
Akbar Daneshvarkar
In… pic.twitter.com/IIr2E5CsZ9— SIMAY AZADI TV (@en_simayazadi) April 7, 2026
- April 2026: Die Bewegung verlagerte sich auf Friedhöfe und öffentliche Plätze. In Isfahan platzierten Dissidenten erfolgreich Gedenkstätten an Gräbern. In Karaj und Babol errichteten Aktivisten provisorische „Gedenktische“ – geheime Altäre mit Fotos der Opfer und Kerzen –, bevor sie in der Menge untertauchten. Am Abend erschienen Porträts der sechs Männer an den Wänden von Teheran, Täbris, Zanjan, Sabzevar, Chabahar und Sanandaj – ein sichtbarer Widerspruch zur Behauptung der Justiz, die totale Kontrolle zu haben.
- April 2026: Die Kampagne erreichte ihren Höhepunkt. In Teheran, Schiras, Hamedan, Kaschan, Ilam, Kermanschah, Chasch und Sarbaz gingen Widerstandseinheitendas größtmögliche Risiko ein: Sie hängten Plakate auf und hissten die Flagge der Nationalen Befreiungsarmee Irans (NLA) über Autobahnbrücken und Hauptstraßen. Diese Aktionen wirkten als psychologischer Schlag gegen die Sicherheitskräfte und demonstrierten, dass die Opposition im Kernland des Regimes weiterhin organisiert und handlungsfähig ist.
Iran’s regime fails to silence Resistance Units with execution spree of PMOI members https://t.co/DRScP2LyT7
— People's Mojahedin Organization of Iran (PMOI/MEK) (@Mojahedineng) April 5, 2026