Das iranische Volk wird systematisch von einer Wirtschaftskrise erdrückt, die sich über mehrere Fronten erstreckt. Diese Krise ist nicht etwa das Ergebnis eines Unglücks, sondern eine direkte Folge der Korruption und der destruktiven Politik des Regimes.
In einem verblüffenden Eingeständnis ihres Versagens schlagen nun sogar die staatlich kontrollierten Medien des Regimes Alarm und warnen vor einer Reihe miteinander verbundener Notfälle, die das gesellschaftliche Gefüge bedrohen. Diese Berichte bestätigen, was die iranische Opposition schon lange behauptet: Das Regime führt einen Wirtschaftskrieg gegen seine eigene Bevölkerung und bringt die Grundversorgung, die Gesundheitsversorgung und die Lebensgrundlagen in den Ruin.
Der Angriff auf Grundbedürfnisse und die öffentliche Gesundheit
Die grundlegendsten Aspekte des Lebens im Iran sind direkt bedroht. Die staatliche Zeitung Jahan-e Sanat warnte eindringlich vor einer drohenden Medikamentenkrise und bezeichnete sie als „versteckte, aber sehr gefährliche Bedrohung“. Die Zeitung erklärte, die Krise gehe über ein einfaches Gesundheitsproblem hinaus und stelle eine „vielschichtige Bedrohung für den sozialen Zusammenhalt, die wirtschaftliche Stabilität und sogar die nationale Sicherheit“ dar. Sie schloss mit einer düsteren Vorhersage: Wenn das Problem nicht zur obersten nationalen Priorität erklärt wird, könnte der Iran eine so schwere Krise erleben, dass sie nicht mehr „mit Medikamenten kontrolliert werden kann, sondern nur zu einem hohen menschlichen, sozialen und politischen Preis “.
The 12-Day War Lifts Veil on Rampant Corruption in #Iran, from Illicit Drones to Stolen Powerhttps://t.co/foaFvvRj8S
— NCRI-FAC (@iran_policy) July 8, 2025
Während das Gesundheitssystem aufgrund der von der Zeitung als „Missachtung der Infrastruktur“ bezeichneten Situation bröckelt, erhöht das Regime gleichzeitig die finanzielle Belastung seiner Bevölkerung. Am 7. Juli 2025 berichtete die staatsnahe Zeitung Tejarat News, die Regierung habe eine 30-prozentige Preiserhöhung für alle Zugfahrkarten beschlossen. Diese drastische Erhöhung trifft das Transportsystem, auf das Millionen Iraner für Arbeit, Familienbesuche und notwendige Reisen angewiesen sind, ins Herz und belastet die ohnehin schon angespannten Haushaltsbudgets zusätzlich.
Sabotage der Lebensgrundlagen und Vertreibung des Kapitals
Über den Angriff auf die Grundbedürfnisse hinaus zerstört die Politik des Regimes aktiv den Wirtschaftsmotor des Landes. Laut einem Brief des iranischen Verbands der Internetunternehmen an den Kommunikationsminister vom 2. Juli 2025 treiben systematische und vorsätzliche Internetstörungen 400.000 Online-Unternehmen an den Rand des „völligen Zusammenbruchs“. Der Verband berichtete, dass jede Stunde Internetausfall wirtschaftliche Verluste von mindestens 1,5 Millionen Dollar verursacht, und forderte ein sofortiges Ende der Praktiken des Regimes wie DNS-Manipulation, Protokollfilterung und Geschwindigkeitsdrosselung – ein klarer Beweis dafür, dass es sich um eine politische Entscheidung und nicht um ein technisches Versagen handelt.
Die unmittelbare Folge dieser künstlich erzeugten Instabilität ist ein katastrophaler Vertrauensverlust in die iranische Wirtschaft. Die staatliche Zeitung Jahan-e Sanat berichtete über eine massive Kapitalflucht von der Börse des Landes und stellte fest, der „äußerst beunruhigende und bedeutsame Punkt ist der massive Abfluss realen Geldes vom Markt “. Die Zeitung enthüllte, dass an einem einzigen Tag Kapital im Wert von über 13 Billionen Toman vom Markt abgezogen wurde. Diese Zahl sei „nicht nur ein Rekord, sondern auch ein ernstes Alarmsignal“ und signalisiere eine tiefe und anhaltende Vertrauenskrise.
#Iran’s Stock Market in Crisis Following the 12-Day Conflicthttps://t.co/CnwCh7hIaH
— NCRI-FAC (@iran_policy) June 30, 2025
Ein Regime im Krieg mit seinem eigenen Volk
Der kritische Medikamentenmangel, die lähmenden Transportkosten, die Schließung von Online-Geschäften und die historische Kapitalflucht sind keine gegensätzlichen Ereignisse. Sie sind die kalkulierten Folgen eines Regimes, das seine politische Kontrolle konsequent über das nationale Wohl stellt. Die Drosselung des Internets ist ein Repressionsinstrument mit verheerenden wirtschaftlichen Folgen. Die Gesundheitskrise ist das Ergebnis jahrzehntelanger Vernachlässigung und Korruption. Die Kapitalflucht ist das endgültige Urteil des Marktes über ein System, das Investitionen und Wachstum grundsätzlich feindlich gegenübersteht.
Die Sprachrohre des Regimes selbst spiegeln nun die düstere Realität wider, die das iranische Volk seit Jahren ertragen muss. Dieses Zusammentreffen von Krisen, das von den staatlich kontrollierten Medien offen zugegeben wird, unterstreicht eine einzige, unbestreitbare Wahrheit: Die Wurzel des Leids des iranischen Volkes liegt im religiösen Regime selbst. Dessen wirtschaftliche Misswirtschaft ist kein Fehler, sondern ein Merkmal, und der einzige Weg in eine stabile und prosperierende Zukunft des Iran führt über einen grundlegenden politischen Wandel.