Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Irans Wasserkrise: Resultat von IRGC-Korruption, nicht Klimawandel

 

Wasserknappheit im Iran

Dreiminütige Lektüre

Der Iran steht nicht nur vor einer Wasserkrise, sondern vor einem regelrechten „Wasserbankrott“. Dieser von Experten verwendete Begriff beschreibt den systemischen Zusammenbruch der Wasserressourcen und verweist auf eine Katastrophe, die nicht durch Naturereignisse, sondern durch jahrzehntelange Korruption, Misswirtschaft und die Bereicherung der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) des iranischen Regimes verursacht wurde. Angesichts der Tatsache, dass Millionen Iraner nun mit der Rationierung von Trinkwasser konfrontiert sind, zeigen die Beweise, dass diese Katastrophe sowohl vorhersehbar als auch bewusst ignoriert wurde.

Die Krise ist nicht auf unzureichende Regenfälle zurückzuführen, sondern auf systematische Plünderung. Die Fakten belegen eine Regierung, die bewusst die Lebensadern des Landes für finanziellen und politischen Gewinn ausgebeutet hat und die verheerenden Folgen den einfachen Bürgern überlässt.

Die Anatomie einer künstlich herbeigeführten Dürre

Das Ausmaß des Missmanagements des Regimes ist erschreckend. Offizielle Daten der staatlichen Website Amag zeigen, dass der Iran jährlich rund 63,8 Milliarden Kubikmeter Grundwasser entnimmt , während sich diese Quellen auf natürliche Weise nur um 45 Milliarden Kubikmeter regenerieren. Dieses massive Defizit ist das Ergebnis einer seit Jahren verfolgten, bewussten Politik der Übernutzung, die zur Erschöpfung lebenswichtiger Grundwasserleiter geführt hat.

Darüber hinaus werden über 80 % der erneuerbaren Wasserressourcen des Landes der Landwirtschaft zugeteilt, einem Sektor, dessen Exportgewinne unverhältnismäßig stark regimenahen Unternehmen zugutekommen. Diese Fehlallokation stellt die finanziellen Interessen einiger Weniger über die nachhaltige Bewirtschaftung einer Ressource, die für das Überleben der gesamten Bevölkerung unerlässlich ist.

Die Revolutionsgarde: Die profitorientierte „Wassermafia“

Im Zentrum dieser Krise steht das Korps der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) , das eine Art Wassermafia betreibt . Die IRGC hat im gesamten Iran massive und umweltschädliche Staudammprojekte ohne ordnungsgemäße Umweltverträglichkeitsprüfungen vorangetrieben. Diese Projekte haben natürliche Wasserläufe unterbrochen, Flüsse ausgetrocknet und in Provinzen wie Sistan und Belutschistan, Kerman, Fars und Isfahan schwere soziale Spannungen um Wasserrechte ausgelöst.

Der Fokus der Revolutionsgarden liegt nicht auf nachhaltiger Bewirtschaftung, sondern auf der Sicherung lukrativer Großaufträge. Dies zeigt sich deutlich in ihrem Drängen auf teure und technologisch aufwendige „Lösungen“, wie beispielsweise die 204 Millionen Dollar teure Entsalzungsanlage in Bandar Abbas, so Amag. Diese Projekte dienen als Kanal, um staatliche Gelder in die Taschen von Kommandeuren der Revolutionsgarden und ihren Verbündeten zu leiten, ohne die eigentlichen Ursachen der Wasserkrise anzugehen.

Ablenkung und Täuschung: Frauen die Schuld für Wassermangel geben

Anstatt die katastrophalen politischen Fehler des Regimes anzugehen, greift es zu bizarren ideologischen Ablenkungsmanövern, um sich der Verantwortung zu entziehen. Ein krasses Beispiel dafür ist Mohsen Araki, Mitglied der Expertenversammlung, der öffentlich behauptete, die Wasserkrise, die Dürre und der ausbleibende Regen seien eine göttliche Strafe dafür, dass Frauen den obligatorischen Hidschab nicht tragen.

Diese Rhetorik dient nicht nur als grotesker Versuch, die Schuld von korrupten Institutionen auf die Öffentlichkeit abzuwälzen, sondern ist auch ein deutliches Zeichen für eine Führung, die völlig von der Realität und wissenschaftlichen Erkenntnissen abgekoppelt ist. Indem das Regime eine von Menschen verursachte Katastrophe als moralisches Versagen des Volkes darstellt, versucht es, sich jeglicher Verantwortung zu entziehen.

Eine bewusste Politik der Verleugnung

Das Regime kann sich nicht auf Unwissenheit berufen. Experten warnen seit Jahren, wurden aber zum Schweigen gebracht. In einem Interview mit staatlichen Medien bestätigte Kaveh Madani, ehemaliger stellvertretender Leiter der iranischen Umweltbehörde und derzeitiger Leiter des UNU-Instituts für Wasser, Umwelt und Gesundheit, dass sich die Krise lange angebahnt hatte.

In einer bemerkenswerten Anekdote aus seiner Regierungszeit erinnert sich Madani daran, wie er in einer Sitzung des Obersten Wasserrats den Begriff „Wasserbankrott“ verwendete. Anstatt die Warnung zu beherzigen, ermahnte ihn ein hochrangiger Beamter mit den Worten: „Junger Mann, sagen Sie so etwas nicht.“ Dieser Vorfall offenbart eine bewusste Politik der Verleugnung auf höchster Machtebene, wo wissenschaftliche Warnungen aktiv ignoriert wurden, um die politischen und wirtschaftlichen Eigeninteressen der herrschenden Elite zu schützen.

Der im Iran grassierende Durst ist kein Naturphänomen, sondern eine direkte und unausweichliche Folge der Korruption und Inkompetenz des Regimes. Die übermäßige Grundwasserentnahme, die zerstörerischen und eigennützigen Megaprojekte der Revolutionsgarden und die zynische Schuldzuweisung deuten allesamt auf ein System hin, das sich im fundamentalen Krieg mit seinem eigenen Volk und seiner Umwelt befindet.

Dieser Wasserbankrott ist ein Symptom eines viel tiefer liegenden politischen Bankrotts. Die Krise beweist einmal mehr, dass das Regime weder fähig noch interessiert ist, die Bedürfnisse des iranischen Volkes zu befriedigen. Und sie beweist einmal mehr, dass die letztendliche Lösung in der Beseitigung der Wurzel des Problems liegt: dem Regime selbst.

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