Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

3600 Festnahmen im Iran wegen der Verbreitung der wahren Zahlen der Toten durch COVID-19

Brigadegeneral Abolfazl Shekarchi vom IRGC, Sprecher der Bewaffneten Streitkräfte des iranischen Regimes

Die Ausbreitung des Coronavirus im Iran hat wegen der vom Regime betriebenen Vertuschung und seiner Tatenlosigkeit annähernd
38 000 Menschen das Leben gekostet. Anstatt dem Volk zu helfen, verhaftet das Regime jene, die die Realität des COVID-19 enthüllen, wegen „Verbreitung von Gerüchten“.

In anderen Ländern werden – abgesehen von der von den Regierungen betriebenen Transparenz – Individuen, die andere über eine Krise gleich der Verbreitung des Coronavirus ins Bild setzen, als Helden geehrt. Im Iran verhält es sich jedoch nicht so.

Brigadegeneral Abolfazl Shekarchi, der Sprecher der Bewaffneten Streitkräfte des Regimes, sagte am 29. April vor dem staatlichen Fernsehen: „Die Staatlichen Sicherheitskräfte (SSF) und die Bassij-Miliz haben etwa 3 600 Personen verhaftet, weil sie im Cyberspace Gerüchte verbreitet hatten. Unsere Feinde setzen ihre Feindseligkeiten fort, und sie verfügen über Agenten im Lande, die hier ihre Politik fortsetzen.“

Am 5. März gab der Leiter der Internet-Polizei (FATA) des iranischen Regimes die Verhaftung von 121 Iranern wegen „Verbreitung von Gerüchten“ über das Coronavirus bekannt. Außerdem hat das Regime Berichten zufolge das medizinische Personal vor der Enthüllung der genauen Statistik über die am Coronavirus Erkrankten und die durch es bewirkten Todesfälle gewarnt.

Am 17. April enthüllte der Nationale Widerstandsrat des Iran (NWRI) vertrauliche Anweisungen des Kommandozentrums des iranischen Regimes für Kommunikation und die Förderung der Rechts-sicherheit (ICT). In diesem Dokument heißt es: „Verbot der Mitgliedschaft in allen feindlichen (Internet-)Gruppen, die mit abweichenden, konterrevolutionären politischen Strömungen verbunden sind“, Absehen von der Versorgung mit „organisatorischer Information“, „Informationen, die in der Bevölkerung Spannungen bzw. Spannungen zwischen ihr und den Bewaffneten Streitkräften und der Regierung“ sowie „Informationen, die zwischen den Organisationen der Bewaffneten Streitkräfte“ Spannungen hervorrufen.

Seit dem Ausbruch des Coronavirus besteht die offizielle Politik des Regimes in der Vertuschung des wahren Ausmaßes dieser Krise – aus Angst vor sozialer Empörung. Die Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK) gab am Mittwoch bekannt, die durch das Coronavirus bewirkten Todesfälle hätten die Zahl
37 200 überschritten. Die wirkliche Anzahl ist tatsächlich noch erheblich größer.

In einem Bericht der MEK aus dem Iran wird festgestellt: „In nur einem Tage im Februar sind im Daneshvari-Krankenhaus in Teheran 36 Menschen am Coronavirus gestorben. Die Angestellten des Krankenhauses sagten, sie hätten an selbigem Tage keine Erlaubnis zum Fotografieren oder Filmen erhalten. Es befinden sich dort viele Agenten in Zivil. Heute sprachen einige von ihnen mit den Sicherheitskräften und der Verwaltung des Krankenhauses. Sie üben auf das medizinische Personal Druck aus, damit es sie regelmäßig informiert, wenn jemand filmen will.“

In einem Bericht der MEK aus dem Valian-Krankenhaus in der Stadt Aligudarz in Lorestan heißt es: „Das Sicherheitsbüro des Krankenhauses hat damit gedroht, jeden zu entlassen, der die Namen von Verstorbenen bekannt gibt.“

Diese Enthüllungen – besonders jene, die vom iranischen Widerstand stammen – bringen das Regime in eine Zwickmühle. Wenn es die Vertuschung fortsetzt, verstärkt es den explosiven Zorn des iranischen Volkes und bringt ihn seiner Explosion näher, denn es beobachtet die Fakten sehr genau. Doch wenn das Regime seine Vertuschung aufgibt und den wirklichen Todeszoll bekannt gibt, dann wird es um so eher zu einer Explosion und einem Aufstand kommen, und vor nichts fürchtet sich das Regime mehr.

Daher ist für das Regime wie das iranische Volk klar: Welche Richtung das Regime auch immer einschlägt, es wird auf jeden Fall zu einem Aufstand des Volkes und dem Sturz des Regimes kommen.

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