Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Aussagen von Maryam Rajavi bei der Anhörung im Kongress – Teil I

Frau Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran, sprach am 29. April mit Mitgliedern des außenpolitischen Unterausschusses des Repräsentantenhauses. Sie war in einer Videokonferenz von Frankreich aus zugeschaltet und äußerte vor den Mitgliedern des Kongresses,

die Iraner hätten das Regime der Kleriker als „Gottvater“ der militanten Gruppe Islamischer Staat tituliert.

Maryam Rajavi erklärte, Teheran hätte gern die Verfügung über Atomwaffen, um islamischen Fundamentalismus und Terrorismus zu nähren, und sagte weiter: „Die eigentliche Lösung dieses Problems ist ein Regimewechsel“.

Maryam Rajavi sprach über die laufenden internationalen Verhandlungen mit dem iranischen Regime, um sein Atomprogramm zu beschneiden im Austausch gegen die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen.

Maryam Rajavi warnte davor, dem Regime der Kleriker zu viele Zugeständnisse zu machen, und meinte, dass werde die Mullahs ermutigen, noch aggressiver bei der Einmischung in die Belange anderer Nationen zu sein.

Maryam Rajavi vertrat die Ansicht, die USA und die fünf anderen Nationen sollten in den Gesprächen verlangen, dass er die Anreicherung von Uran vollständig stoppen und seine Atomanlagen schließen und die Raketenprogramme und andere Programme beenden solle.

„Keine einzige Sanktion sollte aufgehoben werden, bevor ein Abkommen unterzeichnet ist, das den Mullahs wirksam und endgültig die Bombe verweigert“, erläuterte Rajavi.

„Andernfalls wird das Regime Milliarden aus nicht still gelegten Konten aufwenden, um Waffen zu kaufen, darunter hochentwickelte Raketen aus Russland“.

Der Vorsitzende Ted Poe fragte: „Wie unterscheidet sich die Philosophie von ISIS von der der Sunniten etwa in Saudi Arabien oder der Schiiten im Iran?“

Maryam Rajavi dazu: „Was die Bildung von ISIS anbelangt, so war es das Regime der Mullahs, das bei der Schaffung von ISIS geholfen hat. Die Verbrechen, die das iranische Regime und Bashar al-Assad in Syrien begangen haben, und das Töten von Sunniten im Irak halfen beim Aufstieg von ISIS. 

Deshalb, staatliche Macht, als dieses Regime im Iran zu staatlicher Macht gekommen ist, hat es den Terrorismus als eine größere Bedrohung für den globalen Frieden und die Sicherheit hervorgebracht.

Was unter einer philosophischen Perspektive die meisten Grundelemente in allen fundamentalistischen Gruppen gemeinsam haben, ob sie sunnitisch oder schiitisch sind, ist das Folgende: Sie wollen ihre Religion oder ihre Denkschule anderen aufzwingen, eine religiöse Diktatur errichten, sei’s als Kalifat oder als absolute Herrschaft des Klerus“.

Rajavi fuhr fort: „Sie glauben nicht an irgendwelche Grenzen und sind auf Expansion aus und auf die Einnahme von anderen Territorien. Sie glauben auch, dass alle, die nicht das Gesetz der Scharia akzeptieren, beseitigt werden müssen. Ich möchte betonen, dass es eine Antithese zu dieser Philosophie gibt, und das ist eine tolerante und demokratische Interpretation des Islam. Es gibt einen Konflikt zwischen ISIS und den Mullahs im Iran, aber das ist ein interner Machtkampf. Trotz alle Unterschiede hängt das Fortbestehen anderer fundamentalistischer Gruppen davon ab, dass das iranische Regime an der Macht bleibt. Terrorismus und Fundamentalismus im Namen des Islam haben durch das Regime der Mullahs im Iran die Weltszene betreten. Wenn dieses Regime gestürzt wird, so wird das begrenzt oder zerstört werden“.

Rajavi: „Es ist interessant, dass nach dem Aufkommen von ISIS die Menschen im Iran das Regime im Iran als Gottvater von ISIS bezeichnet haben. Was Saudi Arabien anbetrifft, so möchte ich hinzufügen, dass ISIS im Gegensatz zu Saudi Arabien nicht an Grenzen glaubt. Deshalb ist die Frage nicht, ob sunnitisch, salafistisch oder was immer. Das Problem sind die Charakteristika, die ich gerade genannt habe. Da werden sie sehen, wie nahe trotz aller Unterschiede ISIS zu den Fundamentalisten ist, die im Iran herrschen“.

Der Kongressabgeordnete Poe fragte: „Frau Rajavi, darf ich Ihnen eine Frage stellen, zu denen Sie Ihren Kommentar geben können? Wie, denken Sie, haben die Mullahs der ISIS Bewegung die Sache erleichtert und ihr geholfen? Wie konnte ISIS seinen Einfluss und seine Philosophie durch die Mullahs im Iran ausdehnen? Möchten Sie bitte klarer machen, wie da die Verbindung ist?“

Darauf Maryam Rajavi: „Es gibt einen Machtkampf zwischen ISIS und dem iranischen Regime. Zugleich haben sie aber kooperiert. Zum Beispiel hat Sarkaoui, der ursprüngliche Gründer und Führer von ISIS, enorme logistische Unterstützung vom iranischen Regime bekommen. Er hatte sogar Basen im Iran. Ich glaube im Jahr 2005 hat der Sicherheitsdienst in Deutschland diese Verbindung zwischen Sarkaoui und dem iranischen Regime offen gelegt. 

Es gibt außerdem viele Berichte sogar in den Medien darüber, dass Bashar Al-Assad viele Mitglieder von ISIS aus dem Gefängnis freigelassen hat, um sich ISIS anzuschließen. Bei seinen Luftangriffen hat Syrien ganz allgemein ISIS nicht angegriffen, sondern sich auf die moderate Opposition in Syrien konzentriert. Außerdem möchte ich ergänzen, was das iranische Regime anbetrifft, so hat es zu 100% Bashar Al-Assad in Syrien unterstützt. Deshalb haben alle Verbrechen, die dort begangen worden sind mit der Hilfe und der Unterstützung des Regimes der Mullahs, einen fruchtbaren Boden für den Aufstieg von ISIS geschaffen haben, und auf der anderen Seite haben die Verbrechen, die von Maliki auf Verlangen des iranischen Regimes im Irak begangen wurden, besonders die Unterdrückung der Sunniten, zum Machtzuwachs von ISIS und zu dessen Ausdehnung im Irak und in Syrien geführt“.

 Der Abgeordnete Brad Sherman (Kalifornien) meinte zu Frau Rajavi: „Ich möchte der MEK dafür danken, dass sie die Atomanlage von Natanz der Welt bekannt gemacht hat. Es mag einige Mitglieder im Ausschuss für Nachrichtendienste gegeben haben, die davon wussten, bevor die MEK uns das mitgeteilt hat. Ich spreche im Namen von etwa 400 Kongressmitgliedern. Ich danke Ihnen auch dafür, dass Sie das den Mitgliedern des Kongresses mitgeteilt haben. Sie persönlich machen sich für eine sehr tolerante und gemäßigte Sicht des Islam stark. Sie sind Anwältin der Trennung von Religion und Staat und sie sind immer Anwältin  der Menschenrechte und der Rechte der Frauen gewesen. Natürlich wird Ihr Land bis jetzt von sehr rigorosen Gesetzen beherrscht. Sie rufen zur Steinigung auf und zum Abhacken von Gliedern auf. ISIS macht das Gleiche, vermutlich für eine andere Version des Islam. Iran ist schiitisch und ISIS ist sunnitisch. Warum ist das Verständnis des Islam in Ihren Augen das gleiche oder zumindest ähnlich? Warum erzwingen beide Herrscher, die des Iran und die bei ISIS, ihren Glauben mit so grausamen Maßnahmen? Könnten Sie, bitte, darauf antworten?“

Maryam Rajavi antwortete: „Danke Ihnen, Herr Kongressabgeordneter Sherman. Sie haben da einen sehr wichtigen Punkt berührt. Sie haben gesagt, dass der islamische Fundamentalismus der schiitischen Art noch gefährlicher ist als der der sunnitischen. Vor allem ist der Grund dafür der, dass es dort einen Staat gibt von dem Umfang des Regimes der Mullahs, in einem Land, einem großen Land mit so vielen Ressourcen, finanziellen Ressourcen und es unterstützt diese schiitischen fundamentalistischen Gruppen finanziell, ideologisch und logistisch auf jedem Gebiet, deshalb sind sie sehr viel gefährlicher. Ich stimme Ihnen zu. Was Ihre Frage anbetrifft, warum sie so sehr auf Gewalt zurückgreifen, um ihre Ziele zu erreichen… Ich sollte Ihnen sagen, dass der Grund darin liegt, dass sie nur durch absolute Furcht und absoluten Schrecken überleben können. Das war der Trend seit mehr als 30 Jahren der Herrschaft der Fundamentalisten in Teheran, die sich jetzt auf den Irak, auf Syrien, den Jemen, Libanon und andere Länder ausgedehnt haben. Andere Fundamentalisten gehen bei ihrem Gottvater in die Lehre. Lasst uns nicht vergessen, dass die Mullahs zum Beispiel im Iran, die praktizieren 70 verschiedene Arten der Folter, Abschneiden von Gliedern, Ausstechen von Augen, Hinrichtung schwangerer Frauen und all die abscheulichen Verbrechen, die man sich nur ausdenken kann. Deshalb wiederhole ich einmal mehr, dass die tatsächliche Lösung ist: Vertreiben und Entfernen des iranischen Regimes aus Syrien, dem Irak und dem Jemen und noch wichtiger, Regimewechsel im Iran.

Das fundamentalistische Regime im Iran muss ausgewechselt werden, weil dieses Regime einen politischen Schirm geschaffen hat und eine Ideologie und logistische Unterstützung und   finanzielle Unterstützung für Fundamentalismus und Terrorismus in der heutigen Welt. Hätte es nicht den zerstörerischen Einfluss des iranischen Regimes gegeben, so stünden wir heute nicht vor der derzeitigen Situation im Irak, im Jemen und in Syrien. Sie wären sonst stabil“, meinte Frau Rajavi.

 

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