Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Camp Liberty besteht aus einer Haupt- und vier Nebenpolizeistellen und aus mehreren Überwachungskameras – ein Hochsicherheitsgefängnis

Camp Liberty – Nr.4

NWRI – 48 Stunden nach der Ankunft von 397 Bewohner aus Ashraf in Camp Liberty zeigt sich deutlich, dass auf Geheiß des iranischen Regimes die irakische Regierung das Camp in ein Gefängnis verwandelt hat und leider haben sowohl UNAMI und auch Herr Kobler selbst als Sonderbeauftragter des UN Generalsekretärs dazu beigetragen, indem sie dieses Gefängnis als Flüchtlingscamp bestätigt haben.

Die Polizei im Camp ist dermaßen präsent, dass das Leben der Menschen unter ständiger Beobachtung und Kontrolle steht und die Bewohner quasi keinerlei Privatleben haben.

1. Bei einem Treffen vom 6. Februar unter Anwesenheit von György Busztin, dem stellvertretenden Sonderbeauftragten des Generalsekretärs und George Bakoos, einem Vertreter der irakischen Regierung, wurde gesagt, dass sich keine Polizei im Camp befindet. Bei einem Treffen am 12. Februar sagte derselbe Vertreter, dass sich die Polizei nur an dem Eingang zu Camp Liberty befindet.

 

2. Die Wahrheit sieht jedoch anders aus. Irakische Polizei ist überall in Camp Liberty zu finden. Es gibt eine zentrale Polizeistation, angrenzend an Sektion 1 von Camp Liberty. Bewohner der ersten 400 Personen befinden sich hier und es sind dort zahlreiche Polizisten zu finden. 
 
3. Es gibt weitere Polizeistationen am Nordtor und am Südtor, sowie an der Nordostseite von Camp Liberty, in jeder sitzen fünf bewaffnete irakische Soldaten. Des weiteren gibt es einen Kontrollpunkt am Eingang zur Essenshalle, wo drei bewaffnete Polizisten sitzen.
 
4. An mehreren Punkten des Camps stehen Überwachungskamenras, die alle Aktivitäten im Camp überwachen. Alleine auf der Westflanke von Sektion 1 in Camp Liberty gibt es sieben Kameras. Ohne Zweifel werden die Bänder an das faschistoide Regime im Iran durch die irakische Regierung übermittelt und sind damit eine weiteres Sicherheitsrisiko für die Bewohner und ihre Familien. Außerdem lassen die Kameras den Menschen keinerlei Privatsphäre. Die Überwachung mit diesen Kameras ist vor allem für die muslimischen Frauen schikanierend und sie sehen dies als psychologische Folter. Alle Türen der Baracken, die für die Bewohner bereit stehen, sind offen und die Kameras können in die Räume blicken.

5. Trotz der starken Präsenz von Polizisten und den erwähnten Kameras ging gestern eine Patrouille in einen Wohnbereich. Dies führte zu starken Protesten unter den Bewohnern.
 
Der iranische Widerstand ruft den UN Generalsekretär, die US Außenministerin, Botschafter James Jeffrey und Botschafter Fried auf, ihre Stille gegenüber diesen degradierenden Maßnahmen der irakischen Regierung zu beenden, die Camp Liberty in ein Gefängnis und Kontrollort für die Bewohner von Ashraf verwandelt haben und eine komplette Evakuierung der irakischen Polizei aus dem Camp vor dessen Mauern zu fordern.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
20.Februar 2012

 

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