
Tamaddon warnte, dass das Regime „durch vorbeugende Maßnahmen und verstärkten Sicherheitsvorkehrungen plant, [Protesten] vorzubeugen.“ Berichten aus dem Iran zufolge, haben die Staatlichen Sicherheitskräfte (SSF) in Teheran aus Furcht vor einer Ausweitung der Proteste während des Feuerfestivals mit Motorradpatrouillen begonnen. Mit diesen verstärkten Patrouillen wollen sie Verteilern und Verkäufern von Feuerwerkskörpern, die die Jugendlichen für das Feuerfestival verwenden, habhaft werden.
Die der Regierung, insbesondere dem Obersten Führer bzw. seiner Fraktion nahe stehende Website Raja News, schrieb am Dienstag: „In ihrer jüngsten Botschaft an ihre Kontakte im Land riefen die iranischen Volksmojahedin (PMOI/MEK) zur vollständigen Vorbereitung auf Chaos und Aufstände unter dem Vorwand von Feiern am letzten Mittwoch des Jahres auf.“
Raja News fügte hinzu: „Vor kurzem versandte die PMOI einen Teil ihrer Botschaft als SMS Texte an ihre Kontakte und ausgewählte Bürger im Land und rief dazu auf, ‚die Feierlichkeiten am letzten Mittwoch des Jahres in einen leidenschaftlichen Aufstand’ gegen das Establishment zu verwandeln.“
Die zum Staat gehörende Website erklärte: „Satellitenstationen haben vorrangig Schulungen ausgestrahlt, um den Jugendlichen zu zeigen, wie Zusammenstöße und Chaos organisiert werden.“
Unabhängig davon veröffentlichte eine Studentengruppe der Freien Universität in Teheran eine Presseerklärung und verurteilte darin Ruhe und Ergebenheit dem Obersten Führer des klerikalen Regimes gegenüber und riefen die Iraner auf, dass Feuerfestival in einen Tag der Konfrontation mit der klerikalen Diktatur zu verwandeln.
In der Erklärung der Studenten steht u. a.: „Die Freiheit liebenden Jugendlichen im Iran haben nicht ihr Leben gegeben, damit wir Ruhe bewahren.“ Weiter steht darin: „Das Feuerfestival kan zu einem spontanen Volksreferendum werden mit dem Getöse von Slogans wie „Tod dem Diktator“ und „Tod Khamenei“ in den Straßen unseres besetzten Heimatlandes.“