
unter dem Deckmantel eines Programms zur friedlichen Nutzung der Atomenergie Atomwaffen zu entwickeln.
Kerry sagte am Dienstag, es sei noch harte Arbeit zu tun; doch man könne etwas erreichen. „Ich glaube nicht, daß es aussichtslos ist, aber wir haben noch einige harte Nüsse zu knacken.“
„Wir müssen die Diskussion ernsthaft fortsetzen. Wir werden es tun und sehen, wohin wir damit kommen,“ sagte er.
„Ich glaube nicht, daß derzeit Spekulationen irgendetwas ausrichten können.“
Am Donnerstag sollen alle sechs Mächte mit dem iranischen Regime den ganzen Tag lang verhandeln.
Der Außenminister des iranischen Regimes warnte am Dienstag, bei den schwierigen Nukleargesprächen mit den Großmächten hätten sich „zahlreiche Lücken“ aufgetan.
Mohammad Javad Zarif sagte, es bestehe „Übereinstimmung im Allgemeinen“, doch „zahlreiche Fragen müssen noch beantwortet werden“.
Russlands Außenminister Lawrow sagte am Dienstag in Paris, die Novemberfrist sei keine „heilige“ Angelegenheit.
„Wir bemühen uns, bis dahin ein Ergebnis zu erzielen, ich bin aber davon überzeugt, daß es nicht auf künstlich festgesetzte Fristen, sondern auf die Qualität der Vereinbarung ankommt,“ sagte er laut „Interfax“.
Im vorigen November hatten sich die beiden Seiten auf ein Zwischenabkommen und zur Erreichung einer dauerhaften Lösung auf eine Frist bis zum 20. Juli geeinigt, aber nach einigen intensiven Verhandlungsrunden wurde die Frist bis zum 24. November verlängert.
Zwar ist offenbar betreffs der Struktur des neuen Reaktors in Arak ein gewisser Fortschritt erreicht worden – er produziert weniger atomwaffenfähiges Plutonium; man hat sich auch auf vermehrte Inspektionen seitens der UNO geeinigt und ist bezüglich der befestigten Anlage von Fordo zu einer Übereinkunft gelangt. Doch der Hauptstreitpunkt bleibt: die Anreicherungskapazität des iranischen Regimes.
Strittig ist auch das Tempo, mit dem die Sanktionen aufgehoben würden, sowie die Geltungsdauer des Abkommens. Außerdem besteht Uneinigkeit über die von der UNO unternommene, doch vom Iran behinderte Untersuchung vermuteter ehemaliger „militärischer Dimensionen“ der iranischen Tätigkeit.
Der Nuklear-Wachhund der UNO hat in der vorigen Woche in Gesprächen mit dem iranischen Regime bei seinem Versuch einer Einigung auf eine Untersuchung möglicher militärischer Dimensionen des Nuklearprogramms der Mullahs keinen Fortschritt erzielt.
Die Internationale Atomenergie-Behörde erklärte nach dem Treffen an 7. und 8. Oktober in Teheran: „Beide Seiten erörterten zwei praktische Maßnahmen in bezug auf die Herstellung hochexplosiven Sprengstoffs und auf Überlegungen zum Transport von Neutronen.“
Die Behörde erklärte: „Der Iran hat während des Teheraner Treffens keine neue Maßnahmen vorgeschlagen.“
Es ist in der letzten Woche auch bekannt geworden, daß das iranische Regime, um die Untersuchung seitens der Behörde zu behindern, zum dritten Mal einem Mitarbeiter des UN-Wachhundes, der am 31. August nach Teheran gekommen war, um militärische Dimensionen des Nuklearprogramms des Regimes zu untersuchen, ein Visum verwehrte.