
Nach einer vom Regime im Jahre 2017 unternommenen Schätzung leben in den großen Städten des Iran 19 Millionen Menschen in Slums; daraus ergibt sich eine der größten Bedrohungen, die von der Ausbreitung des Coronavirus ausgehen.
Die kriminelle Entscheidung des iranischen Regimes, während der Ausbreitung des Coronavirus die Wirtschaft wieder zu eröffnen, hat den schrecklichen Druck, der auf die Armen ausgeübt wird, verstärkt; es bleibt ihnen nur die Wahl zwischen dem Hungertod und dem durch die Epidemie des COVID-19 bewirkten Tod.
Die Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK) gab am Mittwoch bekannt, daß der Todeszoll des Coronavirus in insgesamt 319 Städten des Iran über die Zahl 43 100 hinausgegangen ist. Die Zahl derer, die an der COVID-19 gestorben sind, hat in schockierend kurzer Zeit zugenommen. Anstatt die Menschen in ihrer Quarantäne zu unterstützen, hat ihnen das Regime die Rückkehr an die Arbeit verordnet. Die Zeit der Quarantäne – die vom Regime finanziell nicht unterstützt wurde – führte dazu, daß sich immer mehr Menschen der Armee der Armut anschlossen; das hätte zu einem nationalen Aufstand führen können. Um ihn zu vermeiden, ordneten die Funktionäre des Regimes, vor allen der Höchste Führer Ali Khamenei und Präsident Hassan Rouhani, dem Volk die Rückkehr an die Arbeit an – und dies, um ihre Macht zu erhalten.
Doch anstatt nun den Menschen, die arbeiten müssen, beim Verdienst ihres täglichen Brotes zu helfen, werfen sie ihnen vor, das Virus zu verbreiten. Die Frage ist: Wer hat sie zur Arbeit gezwungen?
Die staatliche Tageszeitung des iranischen Regimes namens „Eghtesad Saramad“ schrieb am Mittwoch: „Die Klasse der Verarmten trägt zur Ausbreitung des Virus das Meiste bei. Sie sind als Lastenträger überall präsent; und wenn sie nicht jeden Tag arbeiten, müssen sie Hungers sterben. Für sie kommen Isolation und Quarantäne nicht in Frage; es macht keinen Unterschied, ob sie nun am Coronavirus oder am Hunger sterben.“
In einem ähnlichen Artikel schrieb am Mittwoch die staatliche Tageszeitung „Hamdeli“: „Neueren Schätzungen zufolge liegt die Armutsgrenze für eine vierköpfige Familie bei neun Millionen Toman. Bedenkt man, daß der Mindestlohn für einen großen Teil der iranischen Familien – handle es sich nun um Angestellte oder Arbeiter – bei 2,8 Millionen Toman liegt, zeigt sich eine Lücke von 6 Millionen Toman zwischen dem, was die arbeitenden Bürger erhalten und der Armutsgrenze des Landes.“
Seit den ersten Tagen der Ausbreitung des Coronavirus betreibt Rouhani, der Präsident des Regimes, eine Kampagne von Lüge und Täuschung. Jetzt, da die staatlichen Medien des Regimes zugeben, daß täglich arme Leute ums Leben kommen und seine Entscheidung die Zahl der Infektionen und der Todesfälle steigert, tritt Rouhani erneut mit Lügen hervor: „In den vergangenen drei Monaten sind wir ohne jeden Rückfall Schritt für Schritt vorangekommen.“
Dazu sagte Frau Maryam Rajavi, die Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI): „Während die Last der Armut und des Coronavirus den arbeitenden Menschen und den benachteiligten Bürgern den Rücken beugt, behauptet Rouhani, das Land sei in den vergangenen drei Monaten Schritt für Schritt vorangekommen, und es sei habe sich nirgendwo ein Rückfall ereignet. Niemand kann diese unverschämte Lüge des Präsidenten des Regimes ernst nehmen. Er ist der Gründer der ‚Lügen-Partei‘.“
Seine Lügen können keinen neutralen Beobachter dazu führen, daß er vor der schmerzlichen Wirklichkeit der iranischen Gesellschaft die Augen verschließt.
Jetzt hat der Konflikt zwischen dem Volk und dem Regime einige von dessen Experten dazu gebracht, daß sie den explosiven Zustand zugeben, in dem sich die iranische Gesellschaft befindet. Saeed Moidfar, ein Soziologe des Regimes, sagte der staatlichen Website „Etemad Online“, das Mullah-Regime sei verdammt. Der Verurteilte erkenne seine Lage und wisse, daß ihn nichts mehr erwartet als Vernichtung; und er versuche, durch Fortsetzung des falschen Weges seine Vernichtung aufzuschieben. („Etemad Online“ am 17. Mai 2020)
Moidfar schließt: „Was das System belastet, ist sein eigenes Handeln – der Rahmen, den es sich geschaffen hat, indem es sich alle Türen zu einem Wandel verschlossen hat und den falschen Weg – in Wahrheit den Niedergang der Gesellschaft und seiner selbst – beschleunigt.“
Das Mullah-Regime befindet sich in einer sozialen und wirtschaftlichen Sackgasse; Krisen aller Art belagern es – die Ausbreitung des Coronavirus, die zunehmende internationale Isolierung, der wirtschaftliche Druck und die Unzufriedenheit der Gesellschaft. Diese und die Aufstände des iranischen Volkes, die das ganze Land überzogen – vor allem die bisher letzten im November 2019 und Januar 2020 -, die vom organisierten Widerstand (den Widerstandseinheiten der MEK) geleitet wurden, führen das Regime zu seinem unweigerlichen Sturz.
Frau Rajavi hat es gesagt: „Heute ist der Wandel des Regimes im Iran unerläßlich – nicht nur für die Freiheit und Demokratie im Iran, sondern auch für die Gesundheit aller seiner Bürger sowie den Schutz ihrer Häuser, ihrer Städte und Dörfer vor Natur-katastrophen.“
Maryam Rajavi ✔@Maryam_Rajavi
Today, regime change in Iran is indispensable not only to freedom and democracy in Iran but also to the health of each and every individual in #Iran and to the protection of their houses, cities and villages against natural disasters #COVIDー19 #FreeIran2020