Die Angriffe vom 7.Januar 2011 durch Agenten des iranischen Regimes gegen die Bewohner von Ashraf fanden mit Unterstützung des Komitees zur Unterdrückung von Ashraf im Büro des Regierungschefs sowie mit bewaffneten Kräften, die unter seinem Kommando standen, statt. Sie haben uns alle schockiert.
176 Bewohner aus Ashraf, darunter 91 Frauen, wurden verletzt. Die irakischen Einheiten verweigerten den Verletzten medizinische Hilfe. Zwei Tag vor dem Angriff, am 5.Januar, traf sich der Außenminister des iranischen Regimes mit dem irakischen Regierungschef in Bagdad und dort wurden die Wünsche des Regimes für eine Intensivierung der Maßnahmen gegen Ashraf deutlich gemacht.
Am 6. Januar erhöhten Agenten des iranischen Ministeriums für Geheimdienste die Anzahl der schon vorhandenen Lautsprecher um 40 auf 180. Mittlerweile werden die Bewohner seit 12 Monaten psychologisch gefoltert, die menschenverachtende Belagerung dauert 2 Jahre und die medizinischen Restriktionen führten zu zwei Todesopfern und einer schrecklichen Situation vieler weiteren Bewohner. Als dies geschah unter der Kontrolle des Komitees zur Unterdrückung von Ashraf.
Diese Maßnahmen sind Kriegsverbrechen und eine schwere Verletzung der vierten Genfer Konvention. Sie zeigen eindeutig, dass die irakische Regierung weder gewillt noch in der Lage ist, die Bewohner von Ashraf zu schützen, sondern vielmehr mit den Feinden der Bewohner zusammen arbeitet.
Wir rufen den Irak auf, folgende Maßnahmen sofort umzusetzen:
1. Ein Ende der psychologischen Folter der Bewohner durch die um das Camp herum verteilten Lautsprecher
2. Auflösung des Komitees zur Unterdrückung von Ashraf. Ashraf muß unter der Aufsicht des irakischen Parlamentes gestellt werden, sowie es die Situation im Irak erlaubt.
Wir rufen ebenfalls die französische Regierung auf, der irakischen Regierung deutlich zu machen, dass das Land ohne den Respekt eines Minimums an Menschenrechten keinen Platz in der internationalen Gemeinschaft finden wird.