Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Eskalierende Proteste im ganzen Iran inmitten sozioökonomischer Unzufriedenheit

Eskalierende Proteste im ganzen Iran inmitten sozioökonomischer Unzufriedenheit

In den vergangenen drei Tagen kam es im Iran in mehreren Städten zu erheblichen Unruhen mit Protesten und Streiks, die auf wirtschaftliche und soziale Missstände zurückzuführen waren. Am 11. Juli begannen Lkw-Fahrer in Mahshad einen Streik, weil die Regierung ihre Forderungen weiterhin nicht beachtet. Diese Aktion ist Teil einer breiteren Welle der Unzufriedenheit, die den Ölsektor betrifft. Vertragsarbeiter von 121 Unternehmen, insgesamt 24.000 Personen, befinden sich seit 22 Tagen im Streik. Sie fordern u.a. substanzielle Gehaltserhöhungen, die die Inflationsrate von 45 % ausgleichen und bessere Arbeitszeiten.

In Teheran kam es zu anhaltenden Protesten gegen die staatlich unterstützte Modiran Vehicle Manufacturing Company. Die Demonstranten versammelten sich vor der staatlichen Inspektionsbehörde der Provinz Teheran und protestierten gegen die ungerechtfertigten und illegalen Preiserhöhungen für Fahrzeuge. Diese Kundgebungen finden seit dem 9. Juli statt und sind ein deutliches Zeichen der öffentlichen Empörung über die wirtschaftliche Ausbeutung.

Am 10. Juli protestierten die Einwohner von Esfidan in Nord-Khorasan gegen die schwere Wasserknappheit, von der 500 Haushalte betroffen sind. Diese Demonstration verdeutlicht die zunehmenden Umwelt- und Infrastrukturprobleme, mit denen viele iranische Gemeinden konfrontiert sind.

Am selben Tag veranstalteten Mitglieder der Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft in Pakdasht eine Kundgebung vor dem Gewerkschaftshaus der Genossenschaft, um gegen die Untätigkeit der Behörden in Bezug auf ihre Forderungen zu protestieren. Dieser Protest unterstreicht die allgemeine Unzufriedenheit der Arbeitnehmer über ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen.

Zusätzlich zu den landesweiten Unruhen haben politische Gefangene in mehreren Gefängnissen, darunter Evin und Ghezel Hesar, einen Hungerstreik im Rahmen der Kampagne “Nein zur Hinrichtung“ angekündigt. Dies ist die 24. Woche in Folge, in der gegen die Todesstrafe protestiert wird, insbesondere im Fall von Sharifeh Mohammadi, einem Arbeiteraktivisten, dem die Hinrichtung droht. In der Erklärung der Gefangenen wird hervorgehoben, dass das Regime nach den umstrittenen Wahlen zunehmend auf Hinrichtungen als Mittel der Unterdrückung zurückgreift, und eine größere internationale Aufmerksamkeit für die Menschenrechtsverletzungen im Iran gefordert.

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