Opfer von Unterdrückung, Folter und Misshandlung durch das Regime in Teheran werden nach der Entschließung politische Gegner, Journalisten, Weblogger, Lehrer, Frauen Studenten, Gewerkschafter und die Angehörigen von Minderheiten. Das Parlament zeigte sich aber nicht einverstanden mit der Art und Weise, wie der EU-Ministerrat Organ der Regierungen gegen die Organisation der iranischen Volksmudschaheddin (PMOI) vorgeht, die den Exil-Widerstand gegen Teheran anführt.
Die in Paris ansässige Exil-Organisation steht seit 2002 auf einer Schwarzen EU-Liste mit Terror-Verdächtigen. Den dort genannten Gruppen und Personen werden in Konten gesperrt und finanzielle Transaktionen unmöglich gemacht. Die EU-Regierungen haben aber bislang keinerlei Beweis erbringen können, dass der Verdacht gegen die PMOI begründet ist, und sämtliche einschlägigen Gerichtsverfahren verloren. Das Parlament forderte den Ministerrat auf, die Liste zu revidieren. Vergangene Woche hatte bereits der Europarat dagegen Stellung bezogen. (Knut Pries – krp)