Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Experte: „Das Nuklearabkommen hat nicht zur Lösung wirtschaftlicher Probleme beigetragen“

NWRI – Ein iranischer Ökonom sagte in bezug auf die Resolution des Kongresses der Vereinigten Staaten zur Stärkung der gegen das iranische Regime gerichteten Sanktionen: „In den USA befindet sich eines der größten Banksysteme; es ist in der Lage, nach den neuen Vereinbarungen, z. B. der FATF (der Arbeitsgruppe für finanzielle Maßnahmen gegen Geldwäsche), sogar die inländischen Banken des Iran mit Sanktionen zu überziehen.“

Nach Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur „Basij Rouz“ vom 18. August 2017 hat Ibrahim Razzaghi, ein iranischer Ökonom, den Vertrag zur FATF mit seinen Konsequenzen als sinnlos erklärt; er bezeichnete den Beschluß des Parlaments des Regimes als unbedeutende Reaktion auf die jüngst von den USA verhängten Sanktionen und sagte: „Amerikanische Banken können Druck auf die Banken des Iran ausüben und den militärischen Institutionen wie den Revolutionsgarden (IRGC) durch Banken innerhalb des Landes Sanktionen auferlegen, wie wir es vor einiger Zeit erlebt haben, als eine der Banken einer militärischen Einrichtung des Landes Schwierigkeiten machte.“

Er betonte die finanzielle Stärke der Banken und der Währung der USA: „Derzeit erleben wir, daß trotz der Aufhebung von Bank-Sanktionen in der Praxis wegen des Drucks, den das amerikanische Banksystem auf die Banken der Welt ausübt, die meisten großen Banken zum Währungstausch mit dem Iran (Fehlt hier im englischen Text ein ‚not’ – nicht?) in der Lage sind. Selbst in Fällen, bei denen Verträge abgeschlossen wurden, besteht keine Möglichkeit eines Währungstausches zu Zwecken des Vertrages.“

Mit bezug auf die mangelnde Wirksamkeit der Gesetzgebung des Parlaments erklärte er: „Das Parlament hat – wissentlich oder unwissentlich – nur um einer gegen die USA gerichteten Vergeltung willen ein Gesetz verabschiedet, doch faktisch wird es, selbst wenn darnach gehandelt wird, in bezug auf die von den USA verhängten Sanktionen kaum wirken können.“

Die europäischen Banken richten sich nach den von den USA verhängten Direktiven, nicht aber nach dem JCPOA!

Ein anderer Ökonom, Bijan Abdi, sagte am 17. August 2017 in einem Gespräch mit der staatlichen Website „Young Journalists Club“ zu den Auswirkungen der Verstärkung der von den USA über das iranische Regime verhängten Sanktionen: „Die wirtschaftliche Bedeutung der neuen gegen unser Land gerichteten Sanktionen ist jetzt größer als früher.“

Er fuhr fort, daß unter diesen Bedingungen ein Ausweg aus den Sanktionen nicht mehr möglich sei; er betonte, daß in den letzten Jahren die inländische Produktion nicht zugenommen habe.

Mit bezug auf die mit den Mächten P5+1 geführten Verhandlungen sagte Abdi: „Die USA gehören zu dieser Gruppe; immer wenn sie ein Gesetz erlassen, werden die anderen fünf Mitglieder es unbewußt ausführen, denn sie sind ihm unterworfen, sie spielen gegenüber der Supermacht keine unabhängige Rolle. Zum Beispiel: Weil die europäischen Banken mit den Vereinigten Staaten die größten Geschäfte machen, werden sie unweigerlich nachgeben, wenn die USA entsprechende Instruktionen erteilen.“

Er fügte hinzu: Die Tätigkeit zum Bau von Raketen erweitert direkt oder indirekt den Geltungsbereich der Sanktionen.

Exit mobile version