Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Frauen für den Wandel: Aufstände im Iran und die Rolle der Frauen

NWRI – Der Frauenrat des Nationalen Widerstandsrates Iran nahm zusammen mit Politikerinnen aus aller Welt an einer Konferenz teil, die am 17. Februar in Paris vor dem Internationalen Frauentag statt fand. 

Das Hauptthema der Konferenz war der Kampf gegen die Unterdrückung der Frauen im Iran. Zu den Gesprächspunkten zählten die Kleidungsvorschriften und die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen. Die Redner riefen zur Garantie der Rede- und Versammlungsfreiheit im Iran auf.

Viele Redner wiesen darauf hin, dass die Frauen unter denjenigen waren, welche die Proteste zum Jahreswechsel im Iran starteten. Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI), lobte diese Frauen. Sie grüßte all die Menschen in aller Welt, die hinter dem iranischen Volk stehen und sagte, dass die Frauen in Syrien extrem tapfer sind und das man sie nicht vergessen darf.

Frau Rajavi wies darauf hin, dass die Frauen bei den Protesten im Iran riefen:“ Habt keine Angst, wir halten zusammen“ und dass die Mullahs dies ernst nehmen sollten. Die Frauen im Iran stehen zusammen mit ihren Schwestern in der ganzen Welt. Die nationale und internationale Einheit wird den Sturz des Regimes besiegeln und alle Sektoren der Gesellschaft werden davon profitieren. Diese Deklaration der Einheit sorgte für Beifallsstürme unter den Zuhörern.

Der oberste Führer Ali Chamenei sagte einmal, dass die Gleichheit zwischen Mann und Frau eine Vorstellung des Westens ist, aber Frau Rajavi sagte, dass solche Vorstellungen keinen Platz in der iranischen Gesellschaft haben. Dieses Manifest der Frauen war der Beginn der Proteste im Kampf für ihre eigene Freiheit. Sie sagte, dass alleine aus diesem Grund schon das Volk das Recht hat, dieses Regime zu stürzen. Die allgegenwärtige Unterdrückung muss aufhören.

Bezüglich der Aussagen der Mullahs, dass Frauen kein Recht auf freie Wahl der Kleidung haben, sagte Frau Rajavi, dass der Koran selbst sagt, dass es „keine Zwänge in der Religion“ gibt. Daher widerspricht der Kleidungszwang für Frauen dem Islam.

Die Anführerin des Widerstandes endete ihre Rede mit der Aussage, dass jede Person in diesem Saal sicher sein kann, dass die Aufstände weiter gehen. Sie sagte, dass das iranische Volk und seine Frauen jeden Schritt der verschiedenen Regierungen in aller Welt auf sie zu als wichtigen Schritt für ihren Freiheitskampf und die Würde der Menschen ansehen.

Rahida Manjoo, die UN Sonderbeauftragte für Gewalt gegen Frauen bis Juni 2015, sagte auf der Konferenz, dass trotz der zu erwartenden Brutalität gegen Frauen dieses immer noch für Gleichheit, soziale Rechte und Menschenrechte kämpfen. Sie wies darauf hin, dass die Inhaftierung von Frauen im Iran aus willkürlichen Gründen erfolgt und dass das Vergewaltigen von weiblichen politischen Gefangenen, Zwangsehen, Schlagen und Folter in diesem Land allgegenwärtig sind. Sie sagte, dass Gefangene mit Zigaretten gefoltert werden und sie Schlafentzug bekommen und dass man ihnen den Zugang zu Toiletten verweigert. Sie sagte, dass all dies Beispiel für das Maß an Menschenrechtsverletzungen im Iran sind und dass damit auch erzwungene Geständnisse erpresst werden sollen. Das Regime habe keinerlei Rechtfertigungen für solche Methoden.

Manjoo sagte weiter, dass es eine der größten Herausforderungen für die internationale Gemeinschaft die Stille ist. Stille oder gar Komplizentum in der internationalen Gemeinschaft lassen zu, dass diese Menschenrechtsverletzungen weiter gehen.

Ranjana Kumari, eine bekannte Akademikerin und soziale Aktivistin, die mehrere Auszeichnungen für ihre Bemühungen für die Rechte von Frauen und Mädchen erhalten hat, sagte, dass die Nation aufsteht, wenn die Frauen aufstehen. Kumari wies darauf hin, dass die Rolle der sozialen Medien sehr wichtig ist, weil mittlerweile 47 Millionen Iraner sie nutzen. Sie sagte, dass es ein entscheidender Faktor ist, wenn die internationale Gemeinschaft die Hilfe der Frauen nutzen kann, damit die Frauen im Iran das iranische Regime besiegen können.

Baronin Verma, eine britische Politikerin und Mitglied im Oberhaus sowie dem Ausschuss für internationale Entwicklung und dem Kampf gegen Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen, sagte, dass sie große Erfolge darin erzielt hast, der Regierung klar zu machen, dass diese gegen die Menschenrechtsverletzungen im Iran aktiv werden muss.

Baronin Verma betonte, dass es keinen Platz auf der Erde gibt, wo Gewalt akzeptiert wird und rief die Abgeordneten in aller Welt auf, ihre Regierungen aufzufordern, dass sie sich gegen das aktiv werden sollen, was im Iran vor sich geht. Sie sagte, dass die Menschenrechtsverletzungen im Iran so schwer sind, wie in keinem anderen Land. Die Menschenrechte gelten für jeden Menschen auf dieser Welt und niemand verdient sie mehr oder weniger. Sie rief alle Politiker auf, ihre Regierung zu fragen, warum bei den Protesten so viele Menschen verhaftet wurden und warum so viele bis heute verschwunden sind. Sie sagte, wenn jemand einen Vertreter wählt, dann ist es elementar wichtig, zu wissen, wie er mit der Frage der Menschenrechte umgeht.

Am Ende sagte sie:“ Wir sollten nicht nur eine Frau Rajavi haben, es sollten Millionen sein“.

Linda Chavez, die höchste Frau im Weißen Haus unter Präsident Ronald Reagan, forderte die internationalen Regierungen auf, das Regime an der Fortsetzung seiner Verbrechen zu hindern. Sie sagte, dass die Unterdrückung im Iran inakzeptabel ist und dass man die ganze Gesellschaft unterdrückt, wenn man eine Hälfte der Gesellschaft unterdrückt.

Susana Medina, die Präsidentin der Internationalen Vereinigung der Richterinnen und eine Richterin vom Obersten Gerichtshof in Argentinien, sagte, dass „Brücken des Wissens und der Solidarität über die Ungerechtigkeit im Iran geschlagen werden müssen.“ Medina sagte, dass die Verletzungen der Frauenrechte im Iran beendet werden müssen und dass die Welt diese schützen muss.

Maria Candida Almeida, die stellvertretende Staatsanwältin in Portugal, sprach über die Tapferkeit der iranischen Frauen, die alles riskieren, wenn sie auf die Straßen gehen und für ihre Rechte kämpfen. Sie dankte Frau Rajavi für ihre Führung, ihre Beharrlichkeit und Entschlossenheit und betonte, dass „nichts und niemand die iranischen Frauen stoppen wird.“. „An die Frauen im Iran sagte ich, dass wir an ihrer Seite stehen und an ihren Forderungen für Freiheit und Demokratie. Wir werden eure Stimme in den internationalen Organisationen sein. Der Tag wird kommen, wo das iranische Volk frei ist und dann wird Gerechtigkeit für all diejenigen herrschen, die mißhandelt und mißbraucht wurden.“

Die frühere Präsidentenkandidatin von Kolumbien, Ingrid Betancourt, sagte, dass die Frauen des Iran alles riskieren, wenn sie sich dem iranischen Regime entgegen stellen. Sie sagte, dass diejenigen in den Gefängnissen keine Chance zur Verteidigung haben und dass sie ihre Familien nicht sehen können und das nur, weil sie anders denken.

Anissa Boumédiène, die frühere erste Frau von Algerien, sprach explizit über die Verbrechen des iranischen Regimes. Sie weis darauf hin, dass diese alle Verstöße gegen internationales Recht sind. Sie betonte die Verbundenheit der Frauen des Iran und Algeriens, die gegen ähnliche Regime gekämpft haben und um deren ermordete Freiheitskämpfer man noch heute trauert.

Boumédiène betonte, dass die jungen Menschen des Iran, die unter der aktuellen Diktatur geboren wurden und die keine andere Führung kennen, dennoch gegen sie protestieren und sie ablehnen. Dies sei ein klares Zeichen eines komplettes Scheitern des Regimes.

An verschiedenen Punkten der Konferenz gab es Aufführungen, in denen die Solidarität mit den iranischen Frauen und dem Widerstand ausgerückt wurde.

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