
das in den letzten zwei Jahren nur noch fast die Hälfte ihrer Einkünfte aus dem Öl erreicht hat, ist einem Leitartikel der Washington Post vom Sonntag zu entnehmen.
Das Fallen der Ölpreise wird beträchtlichen Druck auf Russland, Iran und Venezuela ausüben, bei denen mehr als die Hälfte der Staatsbudgets aus den Ölexporten bestritten werden. Ihre Ausgabepläne hängen von hohen Preisen ab: 100 $ pro Barrel im Falle Russlands, 120 $ im Falle Venezuelas und 140 $ beim Iran, heißt es im Economist.
Der Leitartikel der Washington Post vermerkt, dass die „aggressiv antiamerikanische Außenpolitik“ dieser Regierungen und Ali Khameneis „autokratische Herrschaft und sein Streben nach einer Oberhoheit“ über die Region „in den letzten Jahren zum großen Teil aus dem Emporschnellen der Öleinkünfte finanziert wurden“.
„Die fallenden Preise könnten die Wirkungen der internationalen Sanktionen für Russland und den Iran verschlimmern. Der Iran, der in den letzen zwei Jahren auf etwa 45 Prozent seiner Öleinkünfte verzichten musste, konnte unter dem Zwischenabkommen über sein Atomprogramm seine Exporte erhöhen und zu ökonomischem Wachstum zurückkehren. Dieser Fortschritt könnte aber durch das Fallen der Preise zunichte gemacht werden. Damit wiederum könnte sich der Druck auf das Regime erhöhen, ein längerfristiges Abkommen über das Atomprogramm mit der Koalition unter der Führung der USA bis zum Fristende im November zu schließen.