Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Iran Kurznachrichten – 13. August 2018

 

Zweiter Tag des Streiks und der Demonstrationen auf dem Teheraner Bazar

Die Streiks und Proteste der Händler auf dem Teheraner Schuh Bazar gingen am Sonntag in den zweiten Tag.

Die streikenden Händler begannen ihren Streik wegen steigender Preise und fehlendem Zugang von Gütern, die sie für ihre Produktionslinie benötigen. Auf einer Demonstration riefen sie: „Tod den hohen Preisen“ und „Tod dem Diktator“ und griffen damit das gesamte Regime an.

Laut Berichten aus dem Netzwerk der Volksmojahedin Iran hatten Sicherheitskräfte zuvor den Händlern mit dem Einsatz von Gewalt gedroht, wenn sie ihre Läden nicht öffnen. Doch die Händler weigerten sich, ihre Geschäfte zu öffnen und die Zahl der Streikenden nimmt zu.

In der letzten Woche gab es in mehreren Städten Proteste. Auch dort waren Sprechchöre gegen die höchsten Vertreter des Regimes zu hören. Es kam auch zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften.

US General: Qasem Soleimani das „Herzstück der destruktiven Aktivitäten“ im Mittleren Osten

General Joseph Votel, der Kommandeur des US Zentralkommandos, sagte, dass der Iran die zentrale Kraft bei einer“ teuren und expansiven destruktiven Kampagne „ im Mittleren Osten ist.

In mehreren Tweets vom Sonntag sagte General Votel“ Es ist für mich eindeutig, dass Qasem Soleimani und die Quds Force in den Revolutionsgarden das Herz einer teuren und expansiven destruktiven Kampagne in der Region sind, vor allem in Syrien, dem Irak, Libanon, Bahrain und Jemen.“

„Diese destruktiven und destabilisierenden Aktivitäten bedrohen die regionale Sicherheit und Stabilität und sind nicht im Interesse des iranischen Volkes“, ergänzte er.

Irakischer Regierungschef Abadi sagt Besuch im Iran nach US Sanktionen ab

Der iranische Premierminister Haidar al-Abadi hat seinen Besuch im Iran abgesagt. Das gab sein Pressebüro am Sonntag bekannt. Der Regierungschef steht wegen seinem Standpunkt zu der Erneuerung der US Sanktionen unter scharfer iranischer Kritik.

„Abadi wird mit seinem geplanten Besuch in der Türkei am Dienstag fortfahren. Er hat wegen seines engen Terminplans jedoch seinen Besuch im Iran abgesagt“, hieß es.

Ein irakischer Vertreter hatte noch am Samstag gesagt, das Abadi die Türkei und den Iran besuchen wird, um dort wirtschaftliche Fragen zu besprechen.

Laut irakischer politischer Quellen, die anonym bleiben wollen, hatte der Iran dem Besuch zuerst zugestimmt, ihn aber dann wegen Aussagen von Abadi wieder abgesagt.

Der Regierungschef sagte am Dienstag, dass er den Iran als eine Ursache für die Billigimporte sieht und dass er sich an die US Sanktionen gegen Teheran halten wird, die am selben Tag in Kraft traten.

Human Rights Watch: Todesstrafen sind keine Antwort auf die wirtschaftlichen Probleme im Iran

Human Rights Watch (HRW) warnte die iranischen Machthaber davor, die steigenden wirtschaftlichen Probleme im Land mit „einer neuen Politik der Menschenrechtsverletzungen“ zu beantworten und lehnte die Verhängung von Todesstrafen in einer Wirtschaftskrise entschieden ab.

„Hinrichtungen sowie inhumane und Strafen mit dauerhaften Schäden sind niemals die Antwort und sie lenken nur von den Gründen dieser wirtschaftlichen Unruhen ab.“, sagte die in New York sitzende Menschenrechtsorganisation in einer Erklärung vom 10. August.

„Heute reden die Vertreter auf allen Ebenen, wie man die Korruption bekämpfen kann“, sagte HRW. „Doch das benötigt eine unabhängige Justiz, welche die rechtsstaatliche Ordnung bei allen Beschuldigten einhält“.

Die Gruppe ergänzte, dass die iranische Justiz „eine lange Geschichte der Verletzung von Rechten und der lasziven Auslegung der Todesstrafe vorzuweisen hat.“

USA erwartet mögliche iranischer Cyberangriffe nach der Erneuerung der Sanktionen

13. August 2018: Die USA bereitet sich auf Cyberangriffe aus dem Iran vor, die als Vergeltung für die Erneuerung der Sanktionen in dieser Woche erfolgen könnten. Das sagen Experten der Cybersicherheit und aus dem Geheimdienst.

Die Sorgen über mögliche Cyberangriffe steigen seit Mai, nachdem Trump den Rückzug aus dem Atomdeal von 2015 bekannt gab. Den Atomdeal hatten die USA und andere Nationen mit dem Iran abgeschlossen. Der Iran bekam eine Befreiung von den Sanktionen für die Eindämmung seines Atomprogramms. Die Experten gehen davon aus, dass sich die Cyberangriffe nach der Erneuerung der Sanktionen gegen Teheran verstärkten könnten.

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