Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Iran: Lastwagenstreik als Reaktion auf das wirtschaftliche Scheitern des Regimes

Protestversammlung der pensionierten Beschäftigten der Teheraner Busgesellschaft 25. Mai 2025

Ein landesweiter Streik iranischer LKW-Fahrer, der am 25. Mai in den vierten Tag ging, hat den Verkehr in über 40 Städten lahmgelegt und signalisiert eine deutliche Eskalation der öffentlichen Wut gegen die verheerende Wirtschaftspolitik des Regimes. Der Streik, ausgelöst durch die Politik des Regimes, welche die Existenzgrundlage der Fahrer stark beeinträchtigt, ist zu einem Krisenherd geworden. Er entzündete sich und fiel mit einer Protestwelle in verschiedenen Sektoren zusammen, die alle mit den vom Regime inszenierten schweren wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Der Aufstand der Lastwagenfahrer: Protest gegen den wirtschaftlichen Ruin

Von Dorud in der Provinz Lorestan und Sanandaj in Kurdistan bis hin zu großen Verkehrsknotenpunkten wie Bandar Abbas, Teheran, Isfahan und Yazd stehen die Lastwagen still. Unmittelbarer Auslöser ist der Plan der Regierung, ein dreistufiges Preissystem für Dieselkraftstoff einzuführen.

Während für „aktive Flotten mit Online-Frachtrechnungen“ angeblich ein subventionierter Preis von 300 Toman pro Liter bestehen bleibt, rechnen die Fahrer damit, Kraftstoff zu teilweise subventionierten Preisen (ca. 28.500 Toman) oder sogar zu freien Marktpreisen basierend auf den FOB-Preisen am Persischen Golf (ca. 42.000 Toman) kaufen zu müssen. Dies stellt eine katastrophale Erhöhung des aktuellen subventionierten Preises dar und macht ihren Betrieb unhaltbar.

Die Fahrer argumentieren, dass selbst mit dem bisherigen 300-Toman Diesel die niedrigen Frachtpreise kaum die Kosten deckten. Die bevorstehende Erhöhung, gepaart mit bestehenden Belastungen wie exorbitanten Reparaturkosten, hohen Versicherungsprämien, Mautgebühren und unzureichenden Treibstoffkontingenten, bedeutet für viele, dass sie ihre Existenzgrundlage aufgeben müssen. Berichten zufolge blieben in den 72 Stunden vor dem 25. Mai Frachtdeklarationshallen, Obst- und Gemüsemärkte sowie Zement-, Stahl- und Eisendepots in vielen Stadtterminals leer, da die Lastwagenfahrer sich weigerten, zu beladen.

 

Antwort des Regimes: Unterdrückung und Ablenkung

Die Reaktion des Regimes war vorhersehbar. Am 25. Mai griffen Sicherheitskräfte in Sanandaj streikende Fahrer mit Pfefferspray an und verhafteten mehrere Personen. Die Lastwagenfahrer-Gewerkschaft tat Besuche von Verantwortlichen, darunter eines Vertreters der Straßeninstandhaltungs- und Transportorganisation und eines Vertreters der Sozialversicherungsorganisation, als bloße Tricks ab, „um die berechtigte Stimme der Fahrer zum Schweigen zu bringen“ und erklärte: „Hinter dem Lächeln und den Medienversprechen verbergen sich Unterdrückung und Einschüchterung. Aber wir Fahrer lassen uns von diesen Shows nicht täuschen. Nicht heute, nicht morgen!“

Die abweisende Haltung des Regimes wurde noch dadurch verstärkt, dass Javad Nikbin, Mitglied des Haushaltsausschusses des Majlis (Parlaments) des Regimes, die weit verbreiteten Proteste am 25. Mai als „unnatürlich“ bezeichnete. Er behauptete: „Lastwagenfahrer, Bergleute und Fabrikbesitzer protestieren. Dieses Ausmaß an Protesten ist unnatürlich. Es scheint, als würde heutzutage eine verborgene Hand die Menschen zu Unruhen, Protesten und Versammlungen treiben.“

Echos der Unzufriedenheit: Der Protest einer Nation

Der Streik der Lkw-Fahrer ist kein isoliertes Ereignis, sondern der sichtbarste Ausdruck einer tiefgreifenden nationalen Krise. Am selben Tag, dem 25. Mai, äußerten zahlreiche andere Gruppen ihre Beschwerden:

Wirtschaftliches Missmanagement: Ein Regime auf Abwegen

Die Begründung des Regimes für die verheerende Dieselpolitik – man wolle den Kraftstoffverbrauch steuern, den Schmuggel eindämmen und eine gerechte Quotenverteilung sicherstellen – klingt für diejenigen, deren Lebensgrundlage bedroht ist, hohl. Viele Lkw sind aufgrund von Verzögerungen bei der Quotenverteilung oder Engpässen an Tankstellen gezwungen, teureren Kraftstoff zu verwenden, was den Betrieb unwirtschaftlich macht. Die Lastwagenfahrer argumentieren, dass sie bei ausreichender und korrekter Quote keinen höheren Dieselpreis benötigen.

Selbst Regimeinsider wie Abgeordneter Nikbin erkennen die Notlage an und beklagen neben den Protesten der Lkw-Fahrer „starke Preiserhöhungen, Stromausfälle und Benzinknappheit“. Diese selbst eingestandene Krise unterstreicht das tiefgreifende Missmanagement des Regimes und seine Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid der einfachen Iraner.

Ein zerfallendes Regime und eine entschlossene Bevölkerung

Der mutige landesweite Streik der Lkw-Fahrer, verstärkt durch den Protestchor von Rentnern, Bauern und anderen Arbeitern, offenbart das völlige Versagen des iranischen Regimes, seiner Bevölkerung grundlegende wirtschaftliche Sicherheit zu gewährleisten. Anstatt sich mit den berechtigten Beschwerden auseinanderzusetzen, die aus jahrelanger Korruption und ruinöser Politik resultieren, greift das Regime zu Gewalt, Verhaftungen und abwertender Rhetorik.

Diese Welle des Widerstands zeigt jedoch, dass die iranische Bevölkerung zunehmend nicht bereit ist, die Hauptlast der Inkompetenz des Regimes zu tragen. Die leeren Straßen und die gemeinsamen Rufe nach Recht und Würde signalisieren eine sich verschärfende Legitimitätskrise der herrschenden Kleriker und eine wachsende Entschlossenheit der Iraner, ihr Land aus dem Griff von Tyrannei und Misswirtschaft zu befreien.

 

 

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