Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Iran: Politischer Gefangener in der Todeszelle warnt vor einem weiteren Massaker in der Haftanstalt

Ali SaremiIn einer Botschaft warnte der 62jährige politische Gefangene Ali Saremi am 30. Dezember vor dem Plan des iranischen Regimes zu einem weiteren Massaker an politischen Gefangenen, unter denen sich auch die befinden, die in den letzten Monaten an regimekritischen Protesten teilgenommen hatten.

Herr Saremi war insgesamt 23 Jahre seines Lebens während der Herrschaft des Shahs und der Mullahs im Iran hinter Gittern. Zuletzt wurde er im Sommer 2007 festgenommen, weil er eine Gedenkred für die Helden des 19. Jahrestages der Massaker an politischen Gefangenen im Iran hielt.

Am Dienstag, dem 29. Dezember informierte das klerikale Regime Herrn Saremi, dass er ohne Gerichtsprozess zum Tod verurteilt worden sei.

Der iranische Widerstand appelliert an den Generalsekretär der Vereinten Nationen, an die Hohe Kommissarin der UN für Menschenrechte und an internationale Menschenrechtsorganisationen, sofort Maßnahmen in die Wege zu leiten, um die Hinrichtung von Herrn Saremi und anderen politischen Gefangenen zu verhindern.

Auszüge aus der Botschaft von Herrn Saremi am 30. Dezember:

"Zeitgleich mit dem Aufstand des iranischen Volkes, dass sein Recht auf Freiheit sucht und unser Heimatland von der Tyrannenherrschaft befreien will, versucht das Regime mit Einschüchterung und dem Schüren von Ängsten die Menschen davon abzuhalten, ihren Ärger und Protest hörbar zu machen. Deshalb wurden zahlreiche unschuldige Menschen verhaftet.

Außerdem soll meine Todesstrafe, über die ich gestern informiert wurde, ein Signal für ein weiteres geplantes Massaker sein. Meine Urteil wurde gefällt, obwohl ich nach hiesigem Recht und dem Rechtssystem der Mullahs noch nicht einmal ein Verbrechen begangen habe, sondern nur vor etwa zwei Jahren an einer Gedenkveranstaltung auf dem Khavaran Friedhof zu Ehren der massakrierten politischen Gefangenen teil genommen hatte.

Es ist offensichtlich, dass es für mein Urteil keine gesetzliche Rechtfertigung gibt. Das dient einzig und allein dem Ziel, das iranische Volk und die Jugend einzuschüchtern und ihnen Angst zu machen, falls sie ihre gerechten Forderungen laut werden lassen. Des weiteren ist es meiner Ansicht nach während der Gedenktage für Hossein (Enkelsohn des Propheten Mohammad, der im siebenten Jahrhundert vom tyrannischen Herrscher ermordet wurde) geeignet, dass ich noch einmal mit seinen Worten klage:
Wenn das Verhalten und die Lehren Mohammads und unsere Heimat heute durch mein vergossenes Blut und das Blut von Menschen, die mir ähnlich sind, gerettet werden könnte, würde ich die Schlinge aus vollem Herzen umarmen.

Mein Blut unterscheidet sich bestimmt nicht von dem Nedas und anderer junger Menschen, das jeden Tag auf dem Straßenplaster vergossen wird. Es wird nur die Rechtschaffenheit unseres Schrittes unterstützen und unseren Mut und die Ehre vor allem während des Muharam (Erster Monat im arabischen Kalender, in dem Hossein ermordet wurde) in den Händen der brutalsten Henker unterstreichen.

Letztendlich bitte ich die internationale Gemeinschaft und alle humanen Menschen um Aufmerksamkeit für die Tatsache, dass das Regime plant, mich und andere mir gleiche oder andere Jugendlich und Häftlinge zu hängen, um mit unseren zur Schau gestellten Leichnamen öffentlich Angst zu erzeugen und jeden einzuschüchtern.

Der Teheraner Anwalt, Ali Larijani, Präsident des Majlis und zahlreiche andere kriminelle Beamte des Regimes haben im Fernsehn dreist die Pläne bekannt gegeben, dass sie die Menschen erschrecken und einschüchtern woll. Es gibt keinen Zweifel daran, dass solche Strafen und Einschüchterungen nicht unsere Bereitschaft zur Schaffung eines freien Iran einschränken werden.

Als Vater und jemand, der 23 Jahre seines Lebens unter diesem und dem vorhergehenden Regime im Gefängnis verbracht hat, nur weil ich Freiheit für dieses Land wollte, warne ich Larijani und andere Kriminelle [die den Iran beherrschen] …"

Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
31. Dezember 2009

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