Dissens innerhalb Khameneis Fraktion
Während einer Rede vor Studenten der Theologischen Schule von Qom am 18. Mai brachte der Leiter des politischen Büros des IRGC, Rasoul Sanai-rad, seine Befürchtungen hinsichtlich des Wahlergebnisses zum Ausdruck. Er sagte: „Eine mögliche Folge könnte in der Einführung des russischen Modells der Revolte in Teheran bestehen; sie würde sich auf andere Teile des Landes ausbreiten und von dort nach Teheran zurückkehren.
Das Jahr 2009 lehrte, daß der Aufstand sich in Teheran entfaltete. Die Sicherheitskräfte wurden in dieser Stadt konzentriert, um die Situation unter Kontrolle zu halten, doch wenn sich diese Revolte wegen Zerstreuung der Verteidigungskräfte auf andere Städte verbreitet hätte, so hätte es zu einem anderen Ergebnis kommen können.“ Zugleich brachte die Nachrichtenagentur des IRGC Fars die Furcht vor einer Beteiligung der PMOI an der Bildung sozialer Aufstände zum Ausdruck. Sie schrieb: „Sie haben während der der Wahl von 2009 folgenden Ereignisse Erfahrungen in Rebellion, Unruhe und Sabotage gesammelt. Sie versuchen, ihre Elemente und Freunde bei der Präsidentenwahl des Jahres 2013 zu leiten, indem sie Instruktionen zur Wahl herausgeben. … Sie haben ihre Kräfte angewiesen, alle ihre Kräfte zur Vertiefung der Spaltungen in der Gesellschaft einzusetzen.“
Die Nachrichtenagentur des IRGC fügte hinzu: „In der Wahl-Instruktion der PMOI wird erklärt: Wie 2009 sollten wir die Spaltungen vertiefen und alle unsere Kräfte zur Radikalisierung des Betragens und der Reaktionen einsetzen. … Diesmal sollten die Zusammenstöße schon vor der Wahl beginnen.“ Nach dem Bericht des IRGC wird die PMOI „ihre gesamte Medien-Kapazität, auch soziale Netzwerke, websites und weblogs“ einsetzen.
Inzwischen zeigen Berichte von der Fraktion Khameneis, daß es unter ihren Anführern zu ernsthaftem Dissens über die Präsentation eines einzelnen Kandidaten gekommen ist; sie haben darüber noch keinen Konsens erreicht.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
19. Mai 2013