Lieferung via Russland.
Demnach „verdichten sich Hinweise auf ein geheimes militärisches Nuklearprogramm“ des Iran. Zollfahnder ermitteln dem Bericht zufolge gegen sechs deutsche Firmen, die über Russland Teile für den Bau des iranischen Atommeilers Buscher geliefert haben sollen. Der Fall gefährde die auswärtigen Beziehungen der Bundesrepublik.
Der ZKA-Sprecher bestätigte Ermittlungen, wollte aber keine Einzelheiten nennen. Er betonte aber, Exporte gingen nicht direkt ins Zielland, sondern über Umwege wie die Vereinigten Arabischen Emirate.
Für ihr Nuklear- und Trägerprogramm versuche der Iran, Material in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zu beschaffen. Die Beschaffungsorganisationen des Iran seien dabei nicht leicht zu entdecken.
Wie das Magazin berichtet, verfügen laut BKA und ZKA iranische Universitäten über das Know how für „biologische Kampfstoff-Programme“. Tarnfirmen der iranischen Dienste bemühten sich um „mikrobiologische und biotechnologische Labor- und Produktionsausrüstungen“. Offenbar lagere der islamische Gottesstaat auch die chemischen Kriegsstoffe Senfgas, Tabun, Blausäure, Sarin und VX.
16 Strafverfahren wegen verbotener Sendungen in Krisenländer habe der Zoll 2004 eingeleitet. Im Kontext mit illegalen Rüstungsexporten ermittle die Bundesanwaltschaft in 19 Fällen gegen ausländische Agenten.