Reporter ohne Grenzen wiederholt seine Verurteilung der Ablehnung der Regierung, Journalisten an der Aufdeckung der Operationen in einem Camp nordöstlich von Bagdad arbeiten zu lassen, welches iranische Dissidenten beherbergt. Acht irakische Journalisten, die für örtliche und internationale Medien arbeiten, wurde am 1. August und in den folgenden Tages der Zugang nach Camp Ashraf verweigert. Einige Journalisten wurden für einige Stunden verhaftet und ihre Ausrüstung wurde zeitweilig beschlagnahmt.
Zu keinem Zeitpunkt seit dem Beginn der Operation der irakischen Armee am 28. Juli hatten Journalisten den Zutritt zum Gebiet, um die Operation zu filmen oder Familien der Opfer zu interviewen.
„Es ist eindeutig, dass die irakischen Behörden sicherstellen wollen, dass keine Berichte oder Bilder aus Camp Ashraf kommen, aber durch dieses Verhalten zeigen sie, dass sie etwas zu verbergen haben“, sagt Reporter ohne Grenzen. „Diese Situation ist inakzeptabel. Die Armee muss Journalisten erlauben, ihre Arbeit im Camp zu machen, so dass die Welt weis, was hier geschieht.“
29. Juli 2009 – Journalisten am Betreten von Camp Ashraf gehindert
Reporter ohne Grenzen hat die Entscheidung der irakischen Behörden verurteilt, Journalisten den Zugang zu Camp Ashraf nordöstlich von Bagdad zu verweigern, welches eine oppositionelle Exiliranische Gruppe beherbergt.
Die irakische Armee überfiel das Camp am 28. Juli und verbot ab dem Zeitpunkt den Zugang von Journalisten, an dem die Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und den Bewohnern des Camps ausbrachen.
„Die irakischen Behörden sollten den Journalisten erlauben, frei in Camp Ashraf zu arbeiten, um die Zusammenstöße zu untersuchen, die hier statt fanden.“, sagt die Organisation Weltweite Pressefreiheit.
Das Camp befindet sich 120 km westlich der iranischen Grenze sowie 60 km nördlich der Hauptstadt und wurde in den 80er Jahren gegründet, um die Volksmojahedin Iran (PMOI) zu beherbergen.
US Streitkräfte begannen nach der US geführten Invasion 2003 mit der Entwaffnung des Camps und seitdem gelten die 3.500 Bewohner als geschützte Personen unter den Genfer Konventionen. Das Camp blieb von 2003 an unter US Kontrolle, wurde dann aber am 1. Januar 2009 an die irakischen Sicherheitsbehörden übergeben.
Erste Zusammenstöße begannen Anfang des Monats. Viele Personen wurden verletzt, als die irakischen Behörden versuchten, eine Polizeistation im Camp zu errichten. Die Bewohner des Camps beschuldigen den Irak, dass sie die Arbeit der iranischen Behörden für sie erledigen.
Verschiedene Augenzeugen sagen, dass Journalisten gewaltsam an den Toren des Camps aufgehalten werden.