Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Maryam Rajavi: Der Kampf des iranischen Volkes und Widerstandes wird den Menschenrechten und der Freiheit zum Sieg verhelfen

Text der Ansprache, die die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NCRI) am 10. Dezember 2015 anläßlich des Internationalen Tags der Menschenrechte vor einer Konferenz im Parlament des Vereinigten Königreichs gehalten hat

Quelle: Maryam-Rajavi.com

Der Internationale Tag der Menschenrechte ist wahrhaft der Tag des Iran und seines Volkes; denn in keinem Lande sehnt sich das Volk so sehr nach den Menschenrechten. Es ist der Tag des Iran,

weil er heute das unterdrückteste Land der Welt ist; denn alle Freiheiten werden darin in Ketten gehalten.

Es ist der Tag des Iran, weil seine Bewohner in der Gegenwart am meisten um die Menschenrechte kämpfen. 120 000 Mitglieder der PMOI (der „Organisation der Volksmojahedin des Iran“) und andere Freiheitskämpfer wurden hingerichtet, darunter 30 000 politische Gefangene, die im Jahre 1988 massakriert wurden – nicht zu vergessen die Mitglieder der PMOI in den Lagern Ashraf und Liberty, die wegen ihrer standhaft gegen das geistliche Regime gerichteten Haltung ihr Leben verloren. 

Sie alle haben mit ihrem Blut iranische Geschichte geschrieben. Sie haben das ewige Wort „Freiheit“ geschrieben; der iranische Widerstand wird ihrer Sache zum Sieg verhelfen. 

Gewiß, es ist schon lange her, daß die Mullahs die Repression im Leben der Iraner zu einem ständigen Faktor machten. Sie haben nicht aufgehört, Augen auszuschaben, Glieder zu amputieren; alle paar Stunde wird ein Mensch hingerichtet. Doch unsere Landsleute haben sich dieser Barbarei nicht unterworfen. Sie haben die Menschenrechtsverletzungen und den Verlust ihrer Freiheiten niemals angenommen. 

Und dies sind die Fragen, die beständig das Bewußtsein der Iraner, vor allem der Jugend, heimsuchen: Warum gibt es bei uns keine Meinungsfreiheit? Warum leben wir beständig in Angst? Warum gibt es im Iran kein einziges unabhängiges und freies Presseorgan? Warum wird uns die freie Wahl unserer Kleidung vorenthalten? Warum dürfen wir nicht demonstrieren? Warum sollten wir dies barbarische, tyrannische Regime nicht zu Fall bringen, um eine demokratische Regierung zu schaffen?

Diese Fragen, dieser Protest hat schon zu vielen Aufständen inspiriert; er wird am Ende die große Änderung bewerkstelligen und den Iran zu einer Wiege der Menschenrechte und der Freiheit machen.

Liebe Freunde,

die Mullahs verletzen darum die Rechte unseres Volkes so brutal, weil sie an der Macht bleiben wollen. Es liegt daran, daß das Volk des Iran einen verbreiteten Widerstand gegen das Regime geschaffen hat. Jeden Monat veranstalten Lehrer, Schüler, Arbeiter und andere Kreise hunderte von Demonstrationen. Der Protest wird täglich lauter. Selbst politische Gefangene senden Botschaften aus dem Gefängnis, in denen sie das Volk zum Widerstand auffordern.

Im vorigen Monat sandte eine inhaftierte Frau, Maryam Akbari, eine Botschaft an die Bewohner der PMOI in Camp Liberty. Darin heißt es: 

Ihr seid das Licht in der Finsternis der Tyrannei; ihr werdet gewiß siegen.

Unser Volk fragt die internationale Gemeinschaft: 

Warum verschließt ihr die Augen vor den krassen Menschenrechtsverletzungen im Iran?

Warum schweigt ihr zu den 2000 Hinrichtungen unter Rouhani?

Warum reagiert ihr nicht auf die sieben Massaker von Ashraf und Liberty, bei denen 141 Menschen getötet und hunderte zu Behinderten wurden?

Warum tut ihr nichts, um das wehrlose Camp Liberty zu schützen?

Warum wird die Verbrechensakte dieses Regimes nicht dem Sicherheitsrat vorgelegt, obwohl die Vereinten Nationen die Menschenrechtsverletzungen im Iran bereits 62mal verurteilt haben?

Warum trefft ihr keine Vorkehrungen zur Verfolgung der Führer des Regimes, besonders Khameneis, damit er wegen der Anordnung und Durchführung zahlloser Hinrichtungen, besonders des Massakers an den politischen Gefangenen im Iran und des Mordes an 300 000 Syrern vor ein internationales Gericht gestellt wird? 

Ich rufe die internationale Gemeinschaft, und besonders Großbritannien, auf, ihre Beziehungen zu Teheran von einem Ende der Hinrichtungen und der Freilassung der politischen Gefangenen abhängig zu machen. 

Ich rufe sie auf, den Kampf des iranischen Volkes um Freiheit und Menschenrechte zu respektieren.

Camp Liberty wurde am 29. Oktober 2015 zum Ziel eines gewaltigen Raketenangriffs. Seit 2009 wurden 141 Mitglieder der PMOI getötet und weitere hunderte bei diesen Angriffen schwer verletzt und verstümmelt.

Ich möchte von euch allen erwarten, daß ihr euch darauf konzentriert, die über Camp Liberty verhängte Blockade aufzuheben, dem Lager Schutz und Sicherheit zu verschaffen und die Verantwortung dafür einer Partei zu übertragen, die nicht mit dem iranischen Regime verbunden ist.

Es ist im besonderen unbedingt notwendig, daß Faleh Fayyad, der Leiter des Komitees zur Unterdrückung von Camp Liberty, seines Postens enthoben wird. Er wird vom Spanischen Gerichtshof wegen seiner Verbrechen gegen die internationale Gemeinschaft verfolgt.

Es ist für die USA und die UNO an der Zeit, in Einlösung ihrer Versprechungen sicherzustellen, daß die Bewohner ihr in Camp Ashraf verbliebenes Vermögen verkaufen können, um ihre Umsiedlung zu finanzieren.

Ich danke euch, den Freunden des iranischen Volkes, aufrichtig für eure jahrelangen Bemühungen um die Verteidigung der Menschenrechte im Iran.

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