Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Empörung weltweit: Iran bestätigt Todesurteil gegen Mohammad Javad Vafaei-Sani

 

Iranischer politischer Gefangener Mohammad Javad Vafaei-Sani

Am 4. Oktober 2025 bestätigte der Oberste Gerichtshof des Iran das Todesurteil gegen Mohammad Javad Vafaei-Sani, einen 30-jährigen politischen Gefangenen und gefeierten Boxchampion aus der Stadt Maschhad. Das Urteil setzt ihn der unmittelbaren Gefahr der Hinrichtung aus – allein wegen der Anschuldigung der Zugehörigkeit zur Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK). Die Entscheidung löste eine Welle internationaler Kritik von Menschenrechtsorganisationen, politischen Komitees und Abgeordneten aus, die dringende Maßnahmen zur Rettung seines Lebens fordern.

Ein Chor internationaler Verurteilung

Das Urteil stieß sofort auf breite Ablehnung. Das British Committee for Iran Freedom (BCFIF) veröffentlichte eine Pressemitteilung, in der es das Urteil in die allgemeine Strategie des Regimes einordnete, die Todesstrafe zur Unterdrückung abweichender Meinungen einzusetzen. Das Komitee verwies auf die alarmierende Zahl der Hinrichtungen unter Regimepräsident Masoud Pezeshkian und warnte, das Regime setze die Todesstrafe als „politisches Instrument zur Unterdrückung abweichender Meinungen und zur Zerschlagung der wachsenden prodemokratischen Protest- und Widerstandsbewegungen“ ein. Das BCFIF forderte konkrete internationale Maßnahmen und erklärte: „Eine Verurteilung reicht nicht aus, es sind konkrete Maßnahmen erforderlich, um das Regime zur Rechenschaft zu ziehen.“

In einem dringenden Appell an die Vereinten Nationen betonte Antonio Stango, Präsident der Italienischen Föderation für Menschenrechte, dass der Prozess politisch motiviert sei. „Wir glauben, dass der Prozess gegen Javad Vafaei aus offensichtlichen politischen Motiven geführt wurde, und wir fordern die UN-Institutionen auf, unverzüglich zu handeln, um sein Leben sowie das der anderen politischen Gefangenen, die derzeit im Iran in den Todeszellen sitzen, zu retten“, schrieb Stango.

Auch Amnesty International äußerte sich alarmiert und verwies auf Vafaei-Sanis Fall im Kontext der systemischen Versäumnisse der Justiz. Die Organisation erklärte: „Zahlreiche Menschen im Iran, darunter auch Mohammad Javad Vafaei Sani, sind nach grob unfairen Prozessen und politisch motivierten Verurteilungen durch Revolutionsgerichte von der Hinrichtung bedroht. Die iranischen Behörden müssen alle Hinrichtungen sofort einstellen!“

Prominente Politiker schlossen sich der Empörung an. James Joseph vom Direktorium des Duty Legacy bezeichnete die Entscheidung als „schockierend und empörend“ und betonte, sie sei „ein Beispiel für die systematische Verletzung der Menschenrechte durch das islamische Regime gegenüber jedem, der es wagt, sich ihm zu widersetzen – die Unterdrückung abweichender Meinungen durch Hinrichtungen, Folter und Scheinprozesse.“

Auch ehemalige Mitglieder des Europäischen Parlaments schlossen sich dem Aufruf zum Handeln an. Struan Stevenson forderte die UN auf, die Hinrichtung von Javad Vafaei Sani zu stoppen, und bezeichnete ihn als Unterstützer der demokratischen Opposition. Die ehemalige Europaabgeordnete Dorien Rookmaker brachte ihren Respekt für die iranische Opposition und ihr Bedauern über das Urteil zum Ausdruck und bat die Menschen, für den Boxchampion zu beten. In Frankreich forderte die ehemalige Senatorin Joëlle Garriaud-Maylam Frankreich und Europa auf, ihren Einfluss geltend zu machen, um dem Regime klarzumachen, dass seine Hinrichtungen sofort eingestellt werden müssen.

Eine Farce der Justiz

Mohammad Javad Vafaei-Sani wurde im März 2020 in Maschhad verhaftet und anschließend schwerer physischer und psychischer Folter ausgesetzt. Am 18. September 2024 verurteilte ihn die Justiz des Regimes zum Tode. Sein Fall ist ein klares Beispiel für die Missachtung des ordnungsgemäßen Verfahrens durch die iranische Justiz. Sein Anwalt, Babak Paknia, erklärte öffentlich, der Oberste Gerichtshof habe das Urteil „trotz zahlreicher juristischer Mängel“ bestätigt.

Besonders beunruhigend ist, dass Vafaei-Sani bereits zum dritten Mal wegen derselben Anklage zum Tode verurteilt wurde. Der Oberste Gerichtshof hatte das Urteil zuvor zweimal wegen erheblicher Rechtsfehler und mangelnder Beweise aufgehoben. Dass die Justiz weiterhin auf die erneute Verhängung des Todesurteils besteht, zeigt den immensen Druck der Sicherheitskräfte, an einem Oppositionsanhänger ein Exempel zu statuieren.

Der dringende Aufruf des iranischen Widerstands

Der Fall Mohammad Javad Vafaei-Sani ist kein Einzelfall, sondern Teil einer systematischen Kampagne des iranischen Regimes, seine Gegner zu eliminieren und die Bevölkerung durch Terror zur Unterwerfung zu zwingen. Die einheitliche globale Reaktion unterstreicht den Ernst der Lage und die dringende Notwendigkeit eines Eingreifens. Während die internationale Gemeinschaft ihrer Empörung Ausdruck verleiht, wiederholt der iranische Widerstand seinen seit langem bestehenden Appell zu entschlossenem Handeln, um die Hinrichtungsmaschinerie des Regimes zu stoppen.

In einer nach dem Urteilsspruch veröffentlichten Erklärung erklärte der NWRI: „Der iranische Widerstand fordert die sofortige Intervention der Vereinten Nationen und der entsprechenden internationalen Gremien, um das Leben von Mohammad Javad Vafaei und anderen zum Tode verurteilten politischen Gefangenen zu retten.“

 

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