Mangel an warmem Wasser erschwert das Baden und dadurch treten Hauterkrankungen auf. Die meisten Baderäume in Station 6 sind gesperrt. Es stehen den mehr als 600 Häftlingen nur drei, zeitweise vier Baderäume zur Verfügung. Abwasser aus den oberen Stockwerken des Gebäudes dringt in das Trinkwasser ein und verschlechtert die Hygiene für die Insassen der unteren Stockwerke.
Die Überfüllung der Gefängnisse, bedingt durch die zahlreichen Festnahmen der letzten Monate, hat die Ausbreitung ansteckender Krankheiten beschleunigt.
Um den Druck auf die Insassen zu erhöhen, hat die Gefängnisleitung Mineralwasser und andere Getränke aus dem Laden des Gefängnisses entfernt und zwingt so die Häftlinge, das verseuchte Wasser zu trinken.
Den Gefangenen wird der Besuch von Fachärzten verweigert. Das Gesundheitszentrum des Gefängnisses, das unter den Mindeststandards liegt, war währen der iranischen Neujahrsfeiertage weitgehend geschlossen.
Der iranische Widerstand ruft den Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, die zuständigen Berichterstatter und Menschenrechtsorganisationen auf, die unmenschlichen Zustände in dem Gefängnis zu verurteilen und dringt auf unverzügliche internationale Maßnahmen, um das Leben der Häftlinge zu retten, besonders das der politischen Häftlinge, die unter härtesten Bedingungen leben.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
10. April 2010