Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Schwangere Frau begeht wegen Armut im Iran Selbstmord

Eine schwangere Frau hat sich in Kermanshah (Iran) in Brand gesetzt und Selbstmord begangen. Grund dafür war ihre extreme Armut. Sie ist ein weiteres trauriges Beispiel dafür, wie die Wirtschaftskrise das iranische Volk quasi tötet.

Die 30 Jahre alte Frau mit dem Namen Fereshteh Kahrarian und ihr Partner überschütteten sich am 6. März mit Benzin und setzten sich selbst in Brand.

Das Baby, das ebenfalls Verbrennungen erlitt, wurde per Notgeburt aus der Mutter entfernt und befindet sich nun in einem Inkubator. Sein Vater überlebte mit schwersten Verletzungen.

Laut des Frauenkomitees des NWRI ist dieser traurige Fall bei weitem nicht der erste Fall von Selbstmord durch Armut im Iran:

Die Selbstmordraten im Iran sind in den letzten 40 Jahren dramatisch angestiegen und sie betreffen alle Rassen, sozialen Schichten und Geschlechter. Doch besonders betroffen sind Frauen und Jugendliche. Es ist eine „humanitäre Katastrophe“ und eine Art „Epidemie“ im Iran.

Die staatliche Webseite Khabar Online berichtet, dass sich die Selbstmordraten von Frauen um 66% und unter Männern um 71% im Zeitraum von 2011-2015 erhöht hat. Die Selbstmordrate ist vor allem unter jungen Menschen sehr hoch und die entsprechenden Organisationen weigern sich oft, genaue Zahlen heraus zu geben.

2017 begingen 3300 Frauen im Iran Selbstmord. Das sagte Mohammad Mehdi Tondgooyan, der stellvertretende Leiter für Jugend im Ministerium für Jugend und Sport.

Tondgooyan sagte weiter, dass Frauen für 2/3 der insgesamt 4992 Selbstmorde verantwortlich sind. Das bedeutet, dass jeden Tag neun iranische Frauen Selbstmord begehen.

Es ist wahrscheinlich, dass die wahren Zahlen weit höher sind. Das Regime ist in diesem Bereich nicht transparent und es gibt Probleme bei der Registrierung der Daten.

 

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