
In einem Artikel, der am Donnerstag in der schottischen Tageszeitung The Herald veröffentlicht
endenwurde, erklärt Struan Stevenson, ein früherer Abgeordneter im EU Parlament für Schottland und Präsident der parlamentarischen Delegation für die Beziehungen mit dem Iran, warum die Tötung von Quassem Soleimani, dem Chef der Quds Force in den iranischen Revolutionsgarden (IRGC), nicht genug ist, um den institutionalisierten Terrorismus des iranischen Regimes zu beenden.
Soleimani wurde kurz danach von einem anderen kriminellen Kommandeur der IRGC ersetzt, Esmail Ghaani.
Wie sein ruchloser Vorgänger auch, hat Ghaani den Posten des Oberbefehlshabers der terroristischen Quds Force übernommen, einem im Ausland agierenden Arm der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC), schrieb Stevenson.
„Mit dem Blut an seinen Händen ist General Ghaani die ideale Wahl der Ajatollahs in dem Kommando ihrer Gestapo. Er hat jahrelang aktiv das Volk im Iran unterdrückt und dem Regime dabei geholfen, seine aggressive Expansionspolitik im Mittleren Osten voran zu treiben“, ergänzt er.
Bezüglich der langen Liste an Verbrechen, die Ghaani begangen hat, schreibt Stevenson:“ Er diente in den letzten 20 Jahren als Soleimani’s Stellvertreter. Er ist schnell in den Rängen aufgestiegen, als er dabei half, den kurdischen Aufstand nach der Revolution von 1979 nieder zu schlagen.“
„Während sich Soleimani darauf fokussierte, die Söldnerkriege in Syrien, Jemen, Libanon und Irak voran zu treiben, war der Job von Ghaani, die terroristischen Milizen in Pakistan, Afghanistan und Afrika zu organisieren.“, heißt es im Artikel von Stevenson.
„Seit 2014 war der Fokus von Ghaani immer mehr darauf ausgerichtet, im Mittleren Osten aktiv zu sein. Während des Krieges gegen ISIS im Irak haben die Quds Force die Genozid Kampagne gegen die dortige sunnitische Bevölkerung in der Provinz al – Anbar geleitet. Dort waren Tausende unschuldige Zivilisten von einer ethnischen Säuberung in den Städten Fallujah und Ramadi sowie später in Mosul im Gouvernement von Nineveh betroffen.“, ergänzt er.
Mr. @StruanStevenson: #Iran Regime’s Esmail Gaani Is the New Godfather of Terror https://t.co/JqHssZE6aC#IRGCTerrorists#Soleimani
— NCRI-FAC (@iran_policy) January 9, 2020
„Um seinen Platz als neuer Kommandeur der Quds Force zu demonstrieren, nahm er an der Beerdigung von Soleimani in Teheran teil. Dort traf er sich mit Ismail Haniyeh, dem Chef der terroristischen Hamas und seinen Stellvertreter Saleh al-Arouri sowie anderen Mitgliedern des Politbüro der Hamas“, sagte Stevenson.
In seinem Artikel argumentiert Stevenson weiter, dass Ghaani „mit all seiner harten Sprache und seiner blutrünstigen Vergangenheit“ wenig dafür getan hat, „sich um das Schicksal von 80 Millionen verarmten und ums Überleben kämpfenden Iraner zu kümmern, die in den letzten Wochen zu Hunderttausenden auf die Straße gingen, um gegen die allgegenwärtige Korruption der Mullahs und ihren Fokus auf das Verbreiten von Konflikten und Terror zu protestieren.“
Zu den landesweiten Protesten im November und die brutale Niederschlagung durch das Regime schrieb Stevenson:“ Die brutale Niederschlagung der Proteste erfolgte auf Anweisung von Khamenei und wurde enthusiastisch von Ghaani’s Vorgänger Soleimani umgesetzt. Dabei erschossen die Diebe der IRGC 1500 junge Demonstranten, darunter 400 Frauen. 4000 wurden verwundet und mehr als 12.000 verhaftet.“
Er wies auch auf die führende Rolle der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) und seine Widerstandseinheiten während der Proteste hin und sagte:“ Die tapferen Volksmojahedin Iran/ Mojahedin-e-Khalq (PMOI/MEK) und ihre Widerstandseinheiten spielten eine zentrale Rolle in der Organisation des Aufstandes. Sie sind sicher nicht verängstigt darüber, dass nun Ghaani auf der Bühne erscheint.“
Über die Behauptungen des iranischen Regimes, dass man „eine harte Vergeltung“ an den USA für die Tötung von Soleimani und die Rolle von Ghaani in dieser Show zeigt, schreibt Stevenson:“ Die erste Priorität von Ghaani ist, die Anweisungen den obersten Führers entgegen zu nehmen. Er profitierte von der Tötung von Soleimani. Er wird sicher den Abschuss der 20 Raketen auf die beiden US Militärbasen im Irak am Morgen des 7. Januar koordiniert haben. Diese Raketen haben zu keinen Opfern geführt und auch nur zu kleineren Schäden“.
„Wir können sicher sein, dass im Iran nicht alles gut ist. Ghaani wird sich sicher nun an einem detaillierten Plan für einen größeren terroristischen Ausbruch beteiligten.“, setzte Stevenson fort. Ghaani wird dabei laut Stevenson „vor dem iranischen obersten Führer nieder knien, um ihm zu zeigen, dass er ein würdiger Nachfolger ist. Und das kann er nur, indem er weiteren Horror gegen die Islamische Republik verübt. Das blutige Ableben von Soleimani sollte jedoch Warnung genug für Ghaani sein, dass die Mafia der alten Paten vorbei ist und dass es für die Drahtzieher des Bösen nun keine Straffreiheit mehr gibt.“
Struan Stevenson ist der Koordinator der Kampagne für einen Wandel im Iran. Er saß von 1994 –2014 für Schottland im EU Parlament, war von 2009 – 2014 Präsident der parlamentarischen Delegation für die Beziehungen mit dem Irak und von 2004 – 2014 Vorsitzender der Innerparlamentarischen Gruppe für einen freien Iran. Es ist ein internationaler Experte für den Mittleren Osten und Präsident der Europäischen Vereinigung für einen freien Irak (EIFA).