Landesweiter Aufstand – Nr. 48
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Trotz brutaler Repressionen setzten sich die Proteste und Auseinandersetzungen am Donnerstag, dem 15. Januar, in Teheran und zahlreichen anderen Städten fort. Berichten zufolge kam es in vielen Stadtteilen zu Straßenschlachten.
Große Teile Teherans stehen unter starker militärischer und sicherheitspolitischer Präsenz. Der Jomhouri-Platz und die umliegenden Gebiete wurden von Spezialeinheiten („NOPO “) abgeriegelt. Rund um die Uhr sind Motorradpatrouillen im Einsatz, die mit Kalaschnikows und Schrotflinten ausgerüstet sind. Diese Patrouillen sind unter anderem in den Stadtteilen Pirouzi, Gorgan, am ersten und dritten Platz von Teheranpars, in der Rashid-Straße, Naziabad, Yousefabad, Sattar Khan, Enghelab, Molavi, Shoush, College-Platz und Sadeghieh stationiert. Dennoch gingen in den Nächten von Mittwoch und Donnerstag aufständische Jugendliche in den Stadtteilen Pirouzi und Teheranpars auf die Straße, skandierten regimefeindliche Parolen und lieferten sich Zusammenstöße mit den Unterdrückungskräften. In Qolhak wurde ein Munitionsdepot der Revolutionsgarden (IRGC) und der Basij von aufständischen Jugendlichen in Brand gesetzt.
In Abdanan in der Provinz Ilam nahmen am Mittwoch Tausende Menschen an der Beisetzung des jugendlichen Märtyrers Alireza Seidi teil. Dabei wurden Parolen gerufen wie: „Tod dem Khamenei “, „Ich werde den töten, der meinen Bruder getötet hat “, „Dieses Land wird kein Land sein, solange die Mullahs nicht im Leichentuch liegen“ und „Dies ist das Jahr des Blutes – Seyed Ali wird gestürzt“.
Am Donnerstagabend kam es in Rafsandschan zu Hit-and-Run-Auseinandersetzungen zwischen aufständischen Jugendlichen und den Spezialeinheiten des Regimes. Dabei wurden die Gebäude des Imam-Khomeini-Hilfskomitees, des Postamts sowie einer staatlichen Bank in Brand gesetzt. In Kermanschah, Eslamabad-e Gharb und Ilam dauerten die Straßenkämpfe an. Berichten zufolge sind Teile der bergigen Regionen der Kontrolle des Regimes entzogen worden.
In Chorramabad stationierte das Regime aus Angst vor dem Verlust staatlicher Einrichtungen Panzer an strategischen Punkten der Stadt. Auch in Isfahan (Stadtteile Malek Shahr und Motahari-Straße), in Gonbad-e Kavus, Khoy, Langarud, Maschhad und Kahrizak kam es zu Zusammenstößen zwischen aufständischen Jugendlichen und Spezialeinheiten.
Secretariat of the National Council of Resistance of Iran (NCRI)
16. Januar 2026