
Die Waffenruhe im Jemen ging zu Ende, und am 18. Mai wurden die Luftschläge gegen die Huthi-Milizen wieder aufgenommen. An demselben Tage wurde in Riad (Jemen) ein nationaler Kongreß abgehalten, an dem 400 Politiker aus verschiedenen politischen Lagern teilnahmen;
die einzige abwesende Partei waren die vom iranischen Regime angeführten Huthis – so berichtete das Fernsehen von „Al-Jazeera“.
Trotz internationaler Verurteilung der Einmischung des iranischen Regimes im Jemen werden die Huthis weiterhin von ihm unterstützt.
Vor nicht allzu langer Zeit wurde das Volk des Jemen vereinigt. Doch das diktatorische Regime des Iran brachte dorthin den Sektenkrieg.
Im vorigen Juni wies Khamenei die terroristische Quds-Truppe (QF) an, einen Plan für die Besetzung von Sanaa zu verfolgen und den Jemen durch die Huthis kontrollieren zu lassen. Nach Beginn der Operation „Entscheidender Sturm“ stellte ein vertrauliches Dokument der QF fest, vor zwei Jahren habe das IRGC alle Sorten von Waffen an die Huthis im Jemen geliefert, darunter eine große Zahl von auf Bodenziele und auf Ziele in der See gerichteten Raketen; nun bestehe Knappheit an Raketen und anderen Waffen.
Am 19. Oktober 2014 stellte Ali Akbar Velayati, der außenpolitische Berater Khameneis, bei einem Treffen mit einer Gruppe von Huthis in Teheran, das den Titel trug: „Gelehrte und Kulturführer der Jemeniten“, fest: „Im Jemen sollte Ansarullah die gleiche Rolle spielen wie Hisbollah im Libanon.“
In einer Botschaft an die Arabische Konferenz stellte Maryam Rajavi, die Leiterin der iranischen Opposition, im März fest, die gegen die Besetzung des Jemen gerichtete Koalition sollte sich die Vertreibung des iranischen Regime von der gesamten Region zum Ziel nehmen.
Frau Rajavi lenkte die Aufmerksamkeit der arabischen Führer auf die wichtige Tatsache, daß das geistliche Regime im Nahen nicht aus einer Position der Stärke den Krieg schüre, sondern um seine unlösbaren inneren politischen, sozialen und wirtschaftlichen Krisen zu vertuschen. Sie wiederholte, das Regime werde sich zurückziehen, wenn ihm Entschiedenheit begegne. Hingegen würden Beschwichtigung und Zugeständnisse das Regime zu weiteren Aggressionen ermutigen. Die eigentliche Wurzel der Krisen in dieser Weltgegend ist das iranische Regime, und die endgültige Lösung ist sein Sturz durch das iranische Volk.
Aref Abu Hatam, politischer Kommentator in Kairo, sagte am 21. Mai in einem Interview mit dem Fernsehen von al-Arabiya: „Die fundamentalistische Gesinnung beraubt die Gesellschaft ihrer Werte. Früher haben wir im Jemen von dem Unterschied zwischen den Schiiten und den Sunniten nichts gehört. Die Huthis erschienen mit der Gesinnung und Ideologie des iranischen Regimes und griffen den Jemen bis in seine Wurzeln an. Sie griffen die friedliche Koexistenz, die Brüderlichkeit und die humane Gesinnung des jemenitischen Volkes an. Die Spaltung, die sie im Jemen anrichteten, kann nur in vielen Jahren geschlossen werden.“
Der Kommentator fügte hinzu, daß die Huthis und die mit dem früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh verbündeten Truppen das Volk massakrieren. Nach Hatam arbeitet das iranische Regime im Jemen mit den Huthis zusammen, sowie mit der Hisbollah im Libanon und mit der „Kraft zur Mobilisierung des Volkes (PMF)“ im Irak – alles, um seine Pläne voranzutreiben. Das iranische Regime arbeitet mit den Ländern diplomatisch nicht zusammen; es arbeitet durch kriminelle Gruppen und die mit ihnen verbundenen politischen Kräfte.
Najib Ghalab, politischer Kommentator in Riad, sagte vor al-Arabiya: „Die Huthis und alle Gruppen, die das iranische Regime unterstützt, verfolgen einen Plan zur Stärkung des sektiererischen Fundamentalismus – ein Werkzeug, politische Strömungen zu vernichten, um dem iranischen Regime zu dienen. Die Huthis sind rücksichtslos; ihre Mentalität basiert auf Repression und Gewalttätigkeit. Sie sind ein Werkzeug in der Hand des iranischen Regimes.“
Das iranische Regime muß aufgehalten werden, wenn die Völker des Nahen Ostens sich von den Leiden emanzipieren sollen, die die Mullahs in Teheran hervorrufen. Das Blutvergießen wird in vielen Ländern aufhören, wenn das Haupt der Schlange, genannt Fundamentalismus-und-Extremismus, in Teheran zerschlagen und der gegenwärtige religiöse Faschismus durch eine demokratische, friedliche und atomwaffenfreie Republik ersetzt wird.