Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Die IRGC und Nuklearwaffen – Teil II

Von: Reza Shafa
Khomeini und der Giftbecher 
Am 16. Juli 1988, nur zwei Tage vor der Feuerpause, erklärte Khomeini in einem Schreiben die Gründe, warum er die UN Resolution 598 zur Beendigung des achtjährigen Iran-Irak-Krieges anerkannte. Allein auf iranischer Seite waren mehr als eine Million Tode und nach Ali Akbar Hashemi Radsanjani, dem späteren Oberbefehlshaber, eine Trillion Dollar wirtschaftlicher Verluste zu beklagen.

Khomeini legte fest, dass sich die Nation weder politische noch wirtschaftlich die Fortsetzung des Krieges leisten konnte und in seiner berühmten öffentlichen Erklärung verglich er die Entscheidung mit dem "Schluck aus dem Giftbecher".

“Der Kommandeur sagte, dass wir in den nächsten fünf Jahren keinen Sieg verzeichnen können und selbst dann brauchen wir 350 Infanteriebrigaden, 2.500 Panzer und 300 Kampfflugzeuge", schrieb er und fügte hinzu, dass der Offizier ebenfalls gesagt habe, das er eine beträchtliche Anzahl von Laser- und Atomwaffen brauche um die Angriffe abzuwehren." Der Offizier, auf den er sich bezog, war niemand anders als Brigadegeneral Mohsen Rezaii, der der höchste Kommandeur der IRGC in dem Krieg war.

Nach Khomeinis Tod, versuchte die IRGC sehr intensiv, Atomwaffen zu bekommen. Der Traum ihres Gründers hat sich noch nicht erfüllt.

Strategie der präventiven Verteidigung 

1989 begann das klerikale Regime mit einer neuen Strategie, der so genannten "präventiven Verteidigung". Dieser Verteidigungsmechanismus wurde benutzt, um die "Feinde der Islamischen Republik" abzuschrecken. "Zu einem bestimmten Zeitpunkt mögen sie [die Feinde] uns ihren Willen der militärischen Stärke aufzwingen."
 
Die Strategie stützt sich auf folgende Pfeiler:

•    Die Fähigkeit hohe Risiken hinzunehmen wie die Zunahme von Gefallenen;
•    Ein großes Arsenal von Kurz- und Mittelstreckenraketen um die Unzulänglichkeiten der Luftwaffe zu kompensieren;
•    Ein Atomwaffenarsenal zur Abschreckung der Hauptmächte vor einer Bedrohung des Irans und dabei steht die USA an erster Stelle der Liste

Es ist klar, dass die Hauptabschreckung in diesem Fall natürlich von den Atomwaffen ausgeht. Einer der Kommandeure des IRGC sagte, dass Khamenei und andere Militärführer glauben, dass "die Verteidigung Irans ohne wirklich Abschreckung wie die Atomwaffen kein große Glaubwürdigkeit hätte."

Das Regime zog seine Lehren aus der Invasion der USA im Irak und schlussfolgerte, dass der Irak nicht besetzt worden wäre, wenn sie wirklich Atomwaffen gehabt hätten, so wie das in Nordkorea der Fall war.  

Fortsetzung folgt …
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Reza Shafa ist ein Experte für das Geheimdienstnetz des iranischen Regimes im Iran und im Ausland. Er hat umfangreiche Studien zum VAVAK (MOIS), dem Nachrichtendienst der IRGC und u. a. auch der Qoudsarmee betrieben. Gegenwärtig schreibt er für die Website des NWRI. 

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