UN-Generalsekretär Kofi Annan zeigte sich schockiert über die Äußerungen Ahmadinedschads. Erst im vergangenen Monat habe die UN-Vollversammlung eine Resolution angenommen, die sich gegen jede Leugnung des Holocaust wende, sagte Annan in New York. Die historischen Fakten der Judenvernichtung durch die Nationalsozialisten seien zweifelsfrei belegt. Nach iranischen Medienberichten leugnete Ahmadinedschad auch das Ausmaß der Judenverfolgung während der Nazizeit.
"Das Schlimmste seit Adolf Hitler"
Führende Vertreter der deutschen Juden haben als Reaktion auf die Äußerungen Ahmadinedschads einen Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Iran gefordert. "Es müssen Schritte erfolgen, die dem Führungsstab klar machen, dass die Äußerungen gegen das Völkerrecht verstoßen", sagte der Präsident des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel, der "Netzeitung". Im ZDF verschärfte er seine Kritik noch einmal. "Die Äußerungen dieses Mannes vor einigen Wochen und jetzt auch gestern sind das Schlimmste, was ich in dieser Hinsicht von einem Staatsmann gehört habe seit Adolf Hitler", so Spiegel.
