Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Jemen drängt auf UN-Schritte gegen Irans Waffenhilfe für Houthis

 

Dr. Shaya Mohsin Zindani, jemenitischer Außenminister

Die international anerkannte Regierung des Jemen hat den UN-Sicherheitsrat offiziell aufgefordert, entschieden gegen die ihrer Ansicht nach „eklatante Einmischung“ des Iran in die inneren Angelegenheiten des Landes vorzugehen. Als Grund wurde eine kürzlich erfolgte Beschlagnahmung großer Waffen genannt, die angeblich für die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz bestimmt waren, berichtete Al Arabiya am 25. Juli 2025.

In einem offiziellen Memorandum, das der jemenitische UN-Gesandte Abdullah al-Saadi an Ratspräsident Munir Akram übergab, gab der jemenitische Außenminister Shayea al-Zindani bekannt, dass die jemenitische Küstenwache und die Streitkräfte des Nationalen Widerstands am 27. Juni eine Lieferung hochmoderner iranischer Waffen abgefangen hätten. Die beschlagnahmte Fracht mit einem Gewicht von etwa 750 Tonnen umfasste Marine- und Luftraketensysteme, moderne Radar- und Luftabwehrplattformen, Angriffs- und Überwachungsdrohnen, Panzerabwehrraketen, B-10-Artillerie, Scharfschützengewehre und große Mengen Munition.

Am vernichtendsten war wohl das Vorhandensein von Bedienungsanleitungen in Farsi, was den Vorwurf einer direkten iranischen Beteiligung untermauerte. Al-Zindani bezeichnete die Lieferung als eklatanten Verstoß gegen die Resolutionen 2140 und 2216 des UN-Sicherheitsrats, die Waffenlieferungen an die Houthis verbieten.

Die jemenitische Regierung warf dem iranischen Regime vor, nicht nur den Konflikt im Jemen anzuheizen, sondern auch die regionale Stabilität zu untergraben und die internationale Schifffahrt zu gefährden. Al-Zindani forderte den Rat auf, strenge Sanktionen gegen das iranische Regime und die für Waffenschmuggel verantwortlichen Netzwerke zu verhängen und Teheran für anhaltende Verstöße gegen das Völkerrecht zur Rechenschaft zu ziehen.

Der Appell des Jemen fordert die UNO außerdem auf, den Verifizierungs- und Inspektionsmechanismus der Vereinten Nationen (UNVIM) zu stärken und die Einsetzung eines neuen Expertengremiums zu beschleunigen, das Verstöße dokumentieren und für Rechenschaftspflicht sorgen soll.

In dem Memorandum wurde betont, dass ein langfristiger Frieden im Jemen und regionale Sicherheit ohne die Wiederherstellung der vollen Autorität der jemenitischen Regierung, einschließlich der Kontrolle über alle Küsten- und Territorialzonen, nicht erreicht werden können.

Diese Entwicklung markiert eine deutliche Intensivierung der diplomatischen Bemühungen des Jemen, einen internationalen Konsens gegen den wachsenden Einfluss Teherans und seinen Stellvertreterkrieg in der Region zu erzielen.

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