Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Irans Aktienmarkt nach dem Krieg in der Krise

 

Nach dem 12-tägigen Krieg zwischen dem iranischen Regime und Israel erlebte der iranische Aktienmarkt eine seiner schlimmsten Zeiten

Die Teheraner Börse (TSE) erlebte nach dem zwölftägigen Krieg zwischen dem iranischen Regime und Israel eine der turbulentesten Phasen ihrer Geschichte. Der Konflikt, der direkte militärische Konfrontationen und erhöhte geopolitische Risiken mit sich brachte, löste eine Kaskade negativer Auswirkungen auf die iranischen Kapitalmärkte aus. Dieser Artikel bietet eine detaillierte Analyse der Börsenlage nach dem Krieg und stützt sich dabei auf Fakten und Zahlen verschiedener regimenaher Medien.

Der Versuch, die Panik einzudämmen

Als der Krieg ausbrach, wurde die Teheraner Börse umgehend für neun aufeinanderfolgende Handelstage geschlossen . Diese beispiellose Schließung erfolgte auf Grundlage von Artikel 23 des Wertpapiermarktgesetzes, der die Aussetzung des Handels in Notsituationen vorbehaltlich der Genehmigung durch die zuständige Regulierungsbehörde erlaubt. Das Hauptziel bestand darin, die Anleger vor extremer Volatilität zu schützen und angesichts der Unsicherheit eine Massenflucht von Kapital zu verhindern.

In diesem Zeitraum wurden lediglich Rentenfonds teilweise wieder geöffnet, um Anlegern sofortigen Zugang zu Liquidität für den Grundbedarf zu ermöglichen. Dieser Schritt galt zwar als vernünftiger Schritt zur Linderung des kurzfristigen finanziellen Drucks, war aber letztlich nur eine Notlösung, die weder die zugrunde liegenden Risiken adressierte noch das Vertrauen wiederherstellte.

 

Wiedereröffnung im roten Bereich: Ein Markt im freien Fall

Nach der Erklärung eines vorübergehenden Waffenstillstands wurde die TSE wiedereröffnet – ohne nennenswerte finanzielle Unterstützung oder Intervention der Behörden. Die Folge war ein dramatischer Ausverkauf:

Dieser Ausverkauf war so heftig , dass man ihn eher mit den Finanzmärkten in Ländern im Krieg oder in einer akuten Wirtschaftskrise verglich und nicht mit einem Markt, der lediglich eine kurze Konfliktperiode hinter sich lässt.

 

Mangelnde Unterstützung und politische Fehltritte

Einer der am heftigsten kritisierten Aspekte der Wiedereröffnung war das Fehlen proaktiver Unterstützung durch die Finanzbehörden des Regimes:

Marktanalysten und Investoren verurteilten den passiven Ansatz des Regimes weitgehend und argumentierten, dass eine Kombination aus engeren Preisspannen, robuster Liquiditätsunterstützung und klarer Kommunikation den Schlag hätte abfedern und ein gewisses Maß an Vertrauen wiederherstellen können.

 

Das Ausmaß der Krise

Die Zahlen des ersten Handelstages nach dem Krieg unterstreichen die Tiefe der Krise:

Die Situation wurde durch die Aussetzung wichtiger Aktien wie Iran Khodro und Saipa verschärft . Dies war ein letzter Versuch, noch stärkere Rückgänge des Leitindex zu verhindern. Dieser Schritt verlangsamte zwar den Rückgang, löste aber nicht die Grundprobleme.

 

Psychologische und strukturelle Folgen

Die Krise hat sowohl psychologische als auch strukturelle Dimensionen:

Blick in die Zukunft: Was muss sich ändern?

Experten und Marktteilnehmer haben mehrere dringende Schritte für das Regime zur Wiederherstellung der Stabilität skizziert:

  1. Aktivieren und erweitern Sie den Marktstabilisierungsfonds,um eine sinnvolle Kaufunterstützung zu bieten.
  2. Reduzieren Sie vorübergehend die Preisschwankungsgrenzen, um extreme Tagesverluste zu verhindern und Panikverkäufe einzudämmen.
  3. Durch koordinierte Maßnahmen der Zentralbank, der Regierung und institutioneller Anleger erhebliche Liquidität zuführen .
  4. Kommunizieren Sie transparentmit den Investoren über die unternommenen Schritte und die Marktaussichten.
  5. Erwägen Sie eine Verlängerung der Handelsaussetzungenoder gezielten Stopps für hochvolatile Aktien, bis sich die Lage stabilisiert.

Ohne derartige Maßnahmen besteht die Gefahr, dass sich die Krise verschärft, das noch verbliebene Vertrauen in die iranischen Kapitalmärkte untergräbt und die Wirtschaft insgesamt weiter schädigt.

Der zwölftägige Krieg zwischen dem iranischen Regime und Israel hat die Teheraner Börse ins Wanken gebracht. Eine neuntägige Schließung, gefolgt von einer chaotischen und unkontrollierten Wiedereröffnung, löste einen der schlimmsten Ausverkäufe in der Geschichte des Marktes aus. Das Versagen des Regimes, die Folgen zu bewältigen, hat das Vertrauen der Anleger erschüttert und den Markt in anhaltende Bedrängnis gebracht.

Dies war nicht nur ein Marktversagen – es war ein Versagen des Regimes. Und für Millionen Iraner ist es eine weitere Erinnerung daran, dass das System nicht reformfähig ist, geschweige denn wirtschaftlich gelenkt werden kann.

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