Viele der Streikenden befinden sich in kritischem Zustand
- Am Samstag, den 23. November, tritt der Hungerstreik von Mitgliedern der PMOI in Camp Liberty in seine 13. Woche ein. Die Freilassung der sieben Geiseln, die am 1. September von Truppen unter Malikis Kommando gefangen genommen worden waren, ist die erste Forderung der Streikenden in Camp Liberty und anderen Ländern.
Massaker in Camp Ashraf – Meldung Nr. 99
Am Freitag, den 22. November, wurden viele der Streikenden in kritischem Zustand vorgefunden:
Herr Alireza Ghafourizadeh litt an starken Krämpfen und wurde sofort in die irakische Klinik in Camp Liberty gebracht. Sein Zustand ist instabil.
Einige Stunden davor wurde Frau Melika Rezaei, 23 Jahre alt, eilig in ein Bagdader Krankenhaus gebracht; ihr Zustand war kritisch, sie litt an schwerer Atemnot.
An demselben Tage geriet Frau Fahimeh Khademi zum vierten Mal in der Woche in kritischen Zustand. Sie war vor wenigen Tagen in die Klinik gebracht worden.
Auch Frau Mahnaz Abouzarian wurde in die Klinik gebracht – wegen Schwäche, starken Brustschmerzen und Atemnot.
Herr Eskandar Arjomandi, der beträchtlich in Gewicht verloren hatte, wurde in kritischem Zustand zur Klinik gebracht.
Herr Mohammad-Ali Aghaei stürzte und brach sich eine Rippe; Augenlicht und Bewußtsein waren getrübt. Er wurde in die irakische Klinik gebracht.
Herr Yadollah Mahdian und Herr Ehsan Ghassemie gehörten ebenfalls zu denen, deren Zustand kritisch geworden war.
Nach Bericht der Ärzte in Camp Liberty nahm in der letzten Woche der Zustand vieler der Streikenden eine schlimme Wendung an; etwa 200 begaben sich in ärztliche Behandlung. 70 von ihnen sind in kritischem Zustand. Außer denen, die sich der Aufsicht der Lagerärzte unterzogen, wurden einige der Streikenden in der irakischen Klinik des Lagers gebracht, und eine Reihe von diesen wurden, weil es sich um dringende Fälle handelte, in Bagdader Krankenhäuser transportiert. Die Ärzte bezeichneten ihren Zustand als gefährlich.
Zu diesen gehören die Damen Farideh Nemati, Rana Mirderikvand, Maliheh Tadayyon, Zahrah Kazemi, Forough Seyyedi, Mahrokh Ghafari, Hourieh Afzali und Sousan Bani-Hashemi sowie die Herren Hamid Oraizi, Amin Abdoli, Iraj Akhlaqi, Gholamreza Ghaderi, Haidar Yousef-Ali, Yaghoub Dadgar, Mehdi Seyyedi, Alireza Gholami, Saleh Abdoli, Ehsan Ghassemi, Yadollah Mahdian, Iman Nematollahi, Ali Mamaghani, Alireza Arjomandi, Shamseddin Latifian, Mohammadreza Khaleghi, Gholamreza Ghassemi, Hassan Hairani, Mahdi Ghassemian, Alireza Pourjafar, Abolfazl Saddolah, Asghar Mohammadi und Majid Norouzi, die wegen zu großen Gewichtsverlustes an schweren Muskelschmerzen, Brustschmerzen, schwerer Bewußtseinstrübung bis zu zeitweiliger Bewusstlosigkeit, massivem Blut-Unterdruck und von Geschwüren rührenden Magenschmerzen leiden. Sie wurden in die irakische Klinik bzw. in ein Bagdader Krankenhaus gebracht.
Allgemein leiden die Streikenden an Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Bewußtseinstrübung, Fühllosigkeit, Beeinträchtigung des Gesichts und des Gehörs, Muskel-, Knochen- und Gelenkschmerzen, Herzrasen, Fieber, Unterdruck und Konzentrationsschwäche. Das Leben vieler von ihnen ist ernsthaft gefährdet. Den Ärzten zufolge werden viele von ihnen bald in einen irreversiblen Zustand geraten. Das ist für die streikenden Frauen besonders bedrohlich.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
23. November 2013