Außenminister Manuschehr Mottaki sagte bei einem Besuch in Pretoria, die Entscheidung über die Antwort sei bereits gefallen. Er machte jedoch keine Angaben darüber, ob seine Regierung das Angebot annehmen werde. Teheran wolle auf der Grundlage von Zusammenarbeit, Verhandlungen und der Respektierung der Rechte Irans auf eine eigene Atomindustrie zu einer umfassenden Lösung gelangen, sagte Mottaki lediglich.
Wie aus Kreisen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA verlautete, hat der Iran nun auch noch UN-Inspekteuren den Zutritt in eine seiner Atomanlage verweigert. Den Kontrolleuren sei erstmals der Zugang in die Forschungsanlage von Natans untersagt worden. Die IAEA-Diplomaten sprachen von einem weiteren Rückschlag für die internationalen Bemühungen um eine Beilegung des Streits um das iranische Atomprogramm.
Der Vizechef der iranischen Atomenergiebehörde, Mohammed Saidi, erklärte, eine Aussetzung des Urananreicherungsprogramms sei angesichts der Fortschritte iranischer Wissenschaftler nicht mehr möglich. 20 neue Atomkraftwerke sollten gebaut werden.
Der UNO-Sicherheitsrat fordert von Teheran die Aussetzung der Urananreicherung bis Ende August.