
„Unsere Untersuchungen zeigen, dass es mehr als 15.000 Menschen gibt, die in Pappkartons hausen. 5000 von ihnen sind Frauen“, sagte Shahindokht Mollavardi am Samstag.
Shahindokht Mollavardi ist einer der Vizepräsidenten im Kabinett Rohani. Er machte diese Aussagen in einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur ILNA.
Die wahre Zahl der obdachlosen Iraner hingegen dürfte weit über den offiziellen Zahlen liegen.
Denn im letzten Jahr schätzte der stellvertretende Direktor der Wohlfahrtsorganisation der Gemeinde alleine in Teheran die Zahl der Obdachlosen auf 15.000, von denen 2000 Frauen sind.
Die Organisation gab auch bekannt, dass das Durchschnittsalter der Obdachlosen 32 Jahre beträgt.
Fatemeh Daneshvar, die Vorsitzende des Sozialausschusses im Teheraner Gemeinderat, sagte zudem, dass im Juni die Zahl der schwangeren Frauen, die auf der Straße leben müssen, zugenommen habe.
Der Teheraner Bürgermeister Bagher Qalibaf nannte ebenfalls die Zahl 15.000, welche in Teheran auf den Straßen schlafen müssen.
Obdachlose Frauen und Kinder leben unter harten Bedingungen. Oft leben sie in verlassenen Gebäuden, Containern, Autos, Parks oder einfach nur auf der Straße.
Straßenkinder erleben jeden Tag mehrere soziale und psychologische Traumata.
Die genaue Anzahl der Straßenkinder im Iran zu erfassen, ist unmöglich. In einem Bericht des US Außenministeriums von 2005 schätzte selbst die iranische Regierung, dass es 60.000 Straßenkinder im Iran gibt.
Kinderschutzorganisationen schätzen die Zahl weit höher ein und nennen 200.000 oder mehr Kinder. 55 Prozent der Straßenkinder sind afghanische Flüchtlinge.
Verarmte iranische Frauen und Kinder leben unter unmenschlichen Bedingungen, während allein eine der Stiftungen des iranischen obersten Führers 95 Milliarden Dollar des iranischen Wohlstandes geplündert hat