Ein Beispiel dieser Art von Lügen findet sich in einem Brief vom 6. April wieder. Er hat diese Lügen mehrfach in Genf, Brüssel, New York, Washington und Bagdad verbreitet.
In diesem Brief werden fälschlicherweise Dinge behauptet, die bereits zuvor abgestritten wurden. Er behauptet dass die “Beobachter” von UNAMI nicht den Zugang zu allen Gebieten von Camp Liberty haben. Er schreibt:“ Mir wurde berichtet, dass in einem dreieckigen Gebiet des Camps die Beobachter kaum oder gar keinen Zugang bekommen.“
Tatsache ist, dass die Beobachter von UNAMI überall Zugang erhalten, auch in dem genannten Gebiet und sie kommen oft in das Gebiet, entweder zu Fuß oder mit ihren Fahrzeugen.
In einem Zeitraum zwischen dem 19. März und 8. April besuchten Beobachter dieses Gebiet neun Mal. Nach dem Raketenanschlag vom 9. Februar sind keine UNAMI Beobachter in das Camp gekommen, weil sie Angst davor hatten, dass es bis zum 12. März einen neuen Anschlag gibt.
– In dem dreieckigen Gebiet gab es Besuche um 10:20 Uhr am 19. März, um 15:10 Uhr am 21. März und um 14:35 Uhr am 5. April.
– Beobachter von UNAMI nahmen auch an den Feierlichkeiten zum Nowruz teil, das in der selben Region am 20. März stattfand. Sie machten Fotos und sprachen mit einer Reihe von Bewohnern.
– Um 14:15 Uhr am 23. März wurden ebenfalls Fotos der Vorbereitungen eines Baus einer Plattform für die Nowruz Feiern gemacht
– Mehrere Bereiche wurden in dem Gebiet besucht und um 11:30 Uhr am 28. März, um 14:50 Uhr am 29. März und um 10:00 Uhr am 4. April wurden ebenfalls Fotos geschossen.
– Am 8. April, zum Jahrestag der Gefallenen des ersten Massakers vom 8. April 2011, waren wieder Beobachter in dem Gebiet, sie machten Fotos und sprachen mit verschiedenen Bewohnern.
– Zudem kam um 11:20 Uhr am 28. März der stellvertretende Menschenrechtsbeauftragte von UNAMI in dieses Gebiet und er besichtigte das Gebiet und deren Anlagen und er sprach mit einer Reihe von Bewohnern.
KOBLER CLAIMS BROKEN T-WALLS ARE USED FOR BUILDING FOOTBALL FIELD!
Eine weitere lächerliche Lüge von Kobler stand ebenfalls in dem Brief. Er schrieb:“ Mir wurde gesagt, dass ein Teil der Bunker demontiert und für den Boden eines Fußballfeldes benutzt wurde.“
In den ersten Monaten nach dem Umzug der Menschen aus Ashraf nach Liberty (zwischen Februar und April 2012) schafften irakische Truppen eilig 17.500 T- Wände aus dem Camp, dabei gingen einige T – Wände kaputt. Sie liegen noch heute an deren Stelle.
Nun wird diese Tat der irakischen Regierung nicht etwa verurteilt, sondern die Bewohner werden statt dessen von Kobler beschuldigt, die zerbrochenen T-Wände benutzt zu haben. Zudem ist nicht nach zu vollziehen, warum Zementblöcke für ein Fußballfeld benutzt werden sollten!
Um ein kleines Sportfeld aufzubauen, haben die Bewohner tagelang gearbeitet, um den Boden ebenerdig zu bekommen und sie hatten dafür nur ihre Hände und von Hand gefertigte Werkzeuge. Beobachter von UNAMI haben diese Arbeiten mehrfach gefilmt und Fotos gemacht und sie haben die Beschwerden der Bewohner aufgenommen.
In einer weiteren Lüge schreibt Kobler:“ Sandsäcke sollten für den Schutz gegen Anschläge und nicht als Sichtschutz oder eine Art Trennlinie zwischen den Sektionen und als Material für Gedenkstätten benutzt werden.“
Vielleicht bezieht sich Kobler dabei auf das Material, welches die Bewohner für die Opfer des 8. April 2011 benutzt haben. Beobachter von UNAMI sahen, dass dafür keine Sandsäcke benutzt wurden.
All diese lächerlichen Lügen sollen nur von den Hindernissen der irakischen Regierung ablenken, welche keine Sandsäcke im Camp erlaubt. Natürlich sind Sandsäcke immens wichtig, um eine kleine Anzahl von Bunkern zu beenden, welche die Bewohner haben. Ohne diese Sandsäcke sind die selbst gebastelten Bunker relativ wirkungslos.
Am 12. Februar baten die Vertreter der Bewohner bereits die irakische Regierung, UNAMI und die UNHCR um die Erlaubnis zur Lieferung von 200.000 Sandsäcken.
Am 19. Februar und am 3. März sagten dann Vertreter der irakischen Regierung unter Anwesenheit von UNAMI und der UNHCR gegenüber den Bewohnern, dass die Lieferung von Sandsäcken in das Camp verboten ist und dass die Anfrage abgelehnt wird.
Am 6. März wurde dann doch die Erlaubnis gegeben, eine kleine Zahl von Sandsäcken in das Camp zu bringen.
Am 24. März kamen dann einige Tausend Sandsäcke an, nachdem auf Anweisung des unterdrückenden Komitees des irakischen Regierungschefs Oberst Haidar Azab die Lieferung der Sandsäcke, die von den Bewohnern gekauft wurden, behindert wurde.
INCOMPLETE BUNKERS WITHOUT SANBAG
Am 26. März kamen ein irakischer Offizier und drei Polizisten zur Sektion 3 und 5 und sahen, dass die Sandsäcke für Bunkeranlagen benutzt wurden.
Am 28. März besuchte eine Delegation irakischer Offiziere das Camp und sah ebenfalls die Sandsäcke und erklärte, dass es weitere 150.000 Sandsäcke braucht, um die Bunker zu vervollständigen. Er wurde beschlossen, dass die restlichen gekauften Sandsäcken in das Camp kommen dürfen, doch bis jetzt ist trotz mehrerer Anfragen der Bewohner kein weiterer Sandsack in das Camp gekommen.
Er iranische Widerstand warnt noch einmal den UN Generalsekretär, die UNHCR und die US Botschaft im Irak vor den gefährlichen Taten von Martin Kobler. Durch die Verbreitung infamer Lügen wird zu einem weiteren Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingeladen und er fordert daher den sofortigen Einsatz einer Delegation der US Botschaft und der UNHCR, um diese Behauptungen zu untersuchen und damit weitere Blutbäder zu verhindern, welche Kobler mit seinen Briefen und Aussagen vorbereitet.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
11. April 2013