
Während eines Streits unter den Kabinettministern von Hassan Rouhani kamen Tatsachen darüber ans Licht, wie die Politiker des iranischen Regimes die Beiträge der Arbeiter zur Krankenversicherung ausplündern. Am Sonntag, den 25. Dezember veröffentlichte die staatliche Nachrichtenagentur „Javan“, die mit der Fraktion Khameneis verbunden ist, Einzelheiten von dem Streit, in dem Rouhanis Gesundheitsminister Ali Rabiei, den Wohlfahrtsminister, angriff. Der Bericht enthüllte Einzelheiten über die Art, wie die Politiker des Regimes einem Teil der Arbeiter ihr Geld wegnehmen, sich aber weigern, es in deren Krankenversicherung einzuzahlen.
Der Bericht der Nachrichtenagentur „Javan“ beginnt mit den Worten: „Obwohl der Streit unter den Politikern dem Volk überhaupt nicht nützt, macht er einige Angelegenheiten praktisch deutlich, die sich hinter den Kulissen abspielen und offenbart die Wirkungslosigkeit (der Politiker). Die Geschichte von der Entwicklung der Gesundheit führte zu einem ernsthaften Konflikt zwischen dem Gesundheitsministerium und dem Ministerium für die Wohlfahrt; denn dabei ging das zur Fortsetzung des Projekts benötigte Geld aus; man sah den Boden des Topfes.“
„Während der dritten Sitzung des Seminars der Medizinprofessoren der Universität wurde“, so fügt die Nachrichtenagentur hinzu, „der Minister für die Wohlfahrt vom Gesundheitsminister heftig kritisiert.“
Darnach zitiert „Javan“ wie folgt Rouhanis Gesundheits-minister: „Wir übergaben vor zwölf Jahren die Verantwortung für die Gesundheit des Volkes einem geschäftlichen Unternehmen; die Gesundheit des Volkes fiel in die Hände des Wohlfahrtsministeriums. Sie sprachen von Wohlfahrt; ich glaube, daß das Ministerium sich dieses Ausdrucks bediente, ist schade.“
„… Ich sage auf diesem Podium: Obwohl einige Politiker von Hilfe, Mitgefühl und Fürsprache für die Arbeiter sprechen, sind deren Beiträge zur Krankenversicherung nicht für ihre medizinische Behandlung verwandt worden. Im vorigen Jahr nahmen sie ihre Beiträge, weigerten sich aber, in ihre Krankenversicherung und zum Zweck ihrer medizinischen Behandlung einzuzahlen. Deswegen schulden sie jetzt 11 Milliarden Toman ($3,4 Milliarden Dollar), denn sie haben die Beiträge der Arbeiter für andere Dinge ausgegeben. Jeden Monat nimmt die Organisation für die soziale Sicherheit ungefähr
4 000 Milliarden Toman ($1,24 Milliarden Dollar) von den versicherten Arbeitern ein; ein Drittel davon muß für ihre Gesundheit und medizinische Behandlung aufgebracht werden. Es ist nicht klar, wohin das Geld geht.“