
Internationaler Aufruf, die 42 Menschen, die bei den von Maliki angeordneten Verbrechen gegen die Menschlichkeit am 8. April in Ashraf schwer verwundet wurden, medizinisch zu behandeln
• 22 unschuldige Bewohner wurden von HUMVEES und HUMMERS überfahren, vier von ihnen zu Tode gequetscht
• 225 Menschen wurden von direkten Schüssen oder Granatsplittern getroffen
• Von den 345 Verwundeten wurden 93 in öffentliche Krankenhäuser gebracht, wo ihnen nur die elementarste Behandlung zuteil wurde; daraufhin verlegten US-Streitkräfte sieben von ihnen ins US-Militärkrankenhaus nahe Ashraf
• Obwohl der US-Verteidigungsminister empfahl, den Verwundeten in Ashraf medizinische Hilfe zukommen zu lassen, haben die US-Streitkräfte im vergangenen Monat nichts weiter unternommen, um die Verwundeten behandeln zu lassen
• Das Ziel der medizinischen Blockierung von Ashraf ist es, das Lager für den freien Zugang medizinischer Dienste zu versperren und die Leidenden zu Tode zu quälen
Einen Monat nach dem 8. April 2011, als die wehrlosen Bewohner von Ashraf von irakischen Truppen brutal überfallen wurden, wobei 35 Menschen den Märtyrertod erlitten und 345 verwundet wurden, haben 42 der Menschen, die bei dem barbarischen Angriff schwer verwundet wurden, immer noch keine angemessene medizinische Behandlung erhalten.
Acht Verwundete, denen Knochen gebrochen bzw. zermalmt wurden und deren Lungen versagt haben, brauchen dringend mehrfache Operationen und sofortige Behandlung. Vier von ihnen liegen zur Zeit in einem Bagdader Krankenhaus, ohne Hoffnung auf angemessene medizinische Behandlung. (Die acht Verwundeten sind: Ali Abolfathi, Mansour Hajian, Mojtabah Shadbash, Mitra Ilkhani, Mohammadreza Rahimi, Nasser Kalhor, Karamyar Moradi, Mohammad Reza Salehpour.)
13 andere, die an Sehstörungen auf Grund von Gehirntraumata, Kopfschüssen, Nervenschäden, Bein- und Armbrüchen, Handgelenk- und Knöchellockerungen leiden, müssen von Fachärzten untersucht und operiert werden. (Es sind: Ahmad Nazem Zomorrodian, Parviz Bazoft, Moosa Javdan, Siamak Raji, Ardeshir Sharifian, Mahmood Heydari, Asghar Mohammadi, Reza Salami, Ali Kazemi, Mohammad Aboli, Akbar Kazemi, Saeed Abdi und Javad Rabii.)
21 Verwundete, die in den Bauch, in die Schulter bzw. ins Schulterblatt getroffen oder denen Füße oder Hände amputiert wurden, müssen eine ergänzende Behandlung erhalten, da ihre Verwundungen gravierend sind und verschiedene Körperteile getroffen haben. (Ihre Namen: Mohsen Khosravani, Jafar Babaii, Kiomars Najib, Mohammad Taghi Abkhezr, Gohar Salehi, Daryoush Rostami, Mojtaba Zargar, Mohammad Tasharrofi, Habib Akhbari, Ali Fatehi, Hossein Mottaki, Shirin Moshfegh Nia, Yousef Mobarhan, Shahbaz Etminan, Ali Zangiabadi, Tayyebeh Massih, Daryoush Karimi, Hossein Golizadeh, Majid Mohammadi, Omid Saeedi und Sayfollah Ghaytani.)
Im vergangenen Monat wurden trotz wiederholter Appelle von den 345 Bewohnern, die bei dem brutalen Überfall auf Ashraf verwundet wurden, nur 93 (etwa 27 %) in Krankenhäuser in Baquba bzw. Bagdad gebracht und dann nach Ashraf zurücktransportiert, nachdem man sie unvollkommen behandelt hatte, so dass die US-Streitkräfte sie untersuchten und sieben von ihnen ins Krankenhaus der US-Armee nahe Ashraf brachten.
Während des von Nouri al-Maliki angeordneten Angriffs vom 8. April wurden 22 wehrlose Bewohner von Ashraf von HUMVEES bzw. HUMMERS überfahren, vier von ihnen zu Tode gequetscht.
Obwohl der US-Verteidigungsminister anordnete, den Verwundeten in Ashraf medizinische Hilfe zukommen zu lassen (Website des Verteidigungsministeriums, 8. April), haben die US-Streitkräfte im vergangenen Monat nichts weiter unternommen, um die Verwundeten behandeln zu lassen.
Was die anderen betrifft, so haben sie keine andere Wahl, als sich von den Ärzten von Ashraf mit Mitteln behandeln zu lassen, die rudimentär sind, entsprechend der Tatsache, dass Ashraf seit fast zweieinhalb Jahren der Belagerung unterworfen und insbesondere hinsichtlich der Versorgung mit Ärzten und Medikamenten blockiert ist. Dies ist besonders gravierend, da die 225 Bewohner, die durch direktes Gewehrfeuer oder Granatsplitter verwundet wurden, täglich neu verbunden werden müssen und verschiedene Antibiotika brauchen zur Eindämmung bzw. Verhütung von Entzündungen. Die Einfuhr von Medikamenten und medizinischem Gerät nach Ashraf ist verboten, und ein Großteil der Medikamente im Werte von zehntausenden Dollar, die von den Bewohnern von Ashraf gekauft wurden, ist von Omar Khaled, dem Manager des Folterzentrums, das „Krankenhaus Neues Irak“ genannt wird, konfisziert worden.
Der iranische Widerstand bittet alle internationalen Organisationen und Versammlungen, besonders die US-Regierung, die sich zum Schutz und zur humanen Behandlung der Bewohner von Ashraf verpflichtet hat, dringend, Maßnahmen zur medizinischen Behandlung der 42 Schwerverwundeten und zur Aufhebung der medizinischen Restriktionen in Ashraf zu ergreifen. Die Patienten müssen das Recht auf freien Zugang zu jedem medizinischen Dienst auf ihre Kosten erhalten.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
10. April 2011