
Die 81 Sunniten im Gohardasht Gefängnis in der Stadt Karaj geben an, gegen sie sei im Prozess vor dem Revolutionsgericht in Teheran verhandelt worden, ohne dass sie Verteidiger hatten, und dass die Öffentlichkeit dabei auch nicht zugelassen worden sei.
Sie schreiben: „Es ist ein großes Opfer für uns, dass wir aus dem Gefängnis eine Botschaft schicken, wo wir mehrfach Druck und Drangsalierung von der Gefängnisverwaltung ausgesetzt wurden.
Wir möchten, dass unsere Stimme von internationalen Organisationen für Menschenrechte gehört wird, aber leider ist das nicht geschehen und selbst der Bericht von Dr. Ahmed Shahid (dem Sonderberichterstatter der UNO über die Lage der Menschenrechte im Iran) hat sich nur wenig mit unserem Fall befasst“.
In der Botschaft heißt es, dass die sunnitische religiöse Minderheit 20 Prozent der Bevölkerung ausmacht, aber es sei ihrem Elend weniger Aufmerksamkeit geschenkt worden als anderen religiösen Minderheiten.
Es wird dort ergänzt: „In den südlichen Provinzen, wo die Sunniten leben, hat ihr Leben keinen Wert. Nicht nur werden politische und religiöse Aktivisten verhaftet, ins Gefängnis gebracht, gefoltert und zum Tode verurteilt, sondern die armen Menschen, die für ihren Lebensunterhalt arbeiten, werden von Grenzwächtern erschossen und getötet.
Proteste und Hungerstreiks von sunnitischen politischen Gefangenen haben wenig Aufmerksamkeit in den internationalen Nachrichtenanstalten und in den Organisationen für Menschenrechte gefunden”.