Der irakische Ausschuss zur Unterdrückung Camp Ashrafs unterlässt in Abstimmung mit der iranischen Botschaft in Bagdad die Rückerstattung der sterblichen Hülle von Frau Mehr-Sefat
NWRI – Frau Zahra Hosseini Mehr-Sefat, Mitglied des Nationalen Widerstandsrats Irans sowie des Führungsrats der Volksmudschahedin Organisation Irans (PMOI), mit über 30 Jahren Erfahrung im Widerstandskampf in den Reihen der PMOI, verstarb am 21. September infolge zweier Herzoperationen im al-Mukhtar Hospital in Bagdad.
Frau Zahra Hosseini Mehr-Sefat, 55 Jahre alt, litt seit 2001 an einer Herzerkrankung und wurde einer Ballondilatation und Stent-Implantation unterzogen. Ihr Zustand wurde während der Belagerung sowie der Verweigerung der medizinischen Versorgung Camp Ashrafs in den letzten zwei Jahren kritisch. Die zahlreichen Versuche fachärztliche Zentren aufzusuchen, wurden durch den Ausschuss des irakischen Premierministeriums zur Unterdrückung der Ashraf-Bewohner behindert.
Zuvor hatte Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstandes, aufgerufen, Frau Zahra Mehr-Sefat zum Zwecke der medizinischen Behandlung unverzüglich nach Europa zu verlegen. Während Frau Rajavi ihre tiefe Trauer und Beileid an die Familie und Kameraden ausdrückte, bekräftigte sie: „Falls Zahra freien Zugang zu medizinischer Versorgung gehabt hätte oder ihre Verlegung in europäische Staaten möglich geworden wäre, wäre sie zweifellos heute noch am Leben.”
Obwohl diese Heldin am Mittwochmorgen, dem 21. September verstarb, hat die Regierung al-Malikis, trotz zahlreicher Gesuche und vieler Unternehmungen der Ashraf-Bewohner sowie der Unterrichtung der zuständigen UN-Behörde, die Rückerstattung ihrer sterblichen Hülle an Ashraf bis heute verweigert. Das ist eine gemeinsame Verschwörung der irakischen Regierung mit der Botschaft des iranischen Regimes in Bagdad zur Verschärfung der Peinigung von Ashraf-Bewohnern.
Die Ärzte des al-Mukhtar-Krankenhauses stellten die Sterbeurkunde am selben Tag, dem 21. September, aus. Jedoch haben die irakischen Funktionäre auf Befehl des Ausschusses des irakischen Premierministeriums zur Unterdrückung der Ashraf-Bewohner, unter dem Vorwand der Durchführung des gerichtlichen Verfahrens und der Erteilung der Genehmigung zur Bestattung durch einen Richter, die sterbliche Hülle in ein Krankenhaus nach Baquba verlegt.
Nach der Ausstellung der Sterbeurkunde durch das Krankenhaus registrierte der Polizeioffizier, der die Patientin aus Ashraf als Notfall in das Krankenhaus gebracht hatte, seine Aussagen vor dem Richter. Nach der Anhörung der Aussagen des Polizeioffiziers hat der Richter die Genehmigung zur Beisetzung erteilt. Gemäß dem gesetzlichen Verfahren muss eine Obduktion, wenn ein Richter sie für erforderlich hält, am selben oder am darauffolgenden Tag durchgeführt werden. Aus diesem Grund dauern die amtlichen und gerichtlichen Formalitäten maximal zwei bis drei Tage.
Doch im Fall von Frau Mehr-Sefat wurde die Rückerstattung ihrer sterblichen Hülle, im Widerspruch zu sozialen Gesetzen und islamischer Tradition sowie trotz täglicher Besuche der Verwandten und des Rechtsberaters der Ashraf-Bewohner bei der Polizeiwache, bis zum 9. Oktober unterlassen. Der Leichnam wurde am 9. Oktober in das Krankenhaus des neuen Iraks im Eingangsbereich Ashrafs verlegt. Im Gegensatz zur üblichen Verfahrensweise wurde die Rückgabe der sterblichen Hülle an die Verwandten, die die Basis der irakischen Streitkräfte in Begleitung ihres Rechtsberaters aufgesucht hatten, erneut verweigert. Unter dem Vorwand, dass die Verstorbene keine Verwandten ersten Grades in Ashraf habe, ordnete der Ausschuss des irakischen Premierministeriums zur Unterdrückung der Ashraf-Bewohner telefonisch die Rücksendung der sterblichen Hülle nach Baquba an.
Anschließende Nachforschungen haben ergeben, dass die Botschaft des iranischen klerikalen Regimes in Bagdad verordnet hat, der Leichnam müsse zur Übergabe an die „Verwandten ersten Grades“ in den Iran überführt werden.
Frau Rajavi hat die zuständigen Behörden in den Vereinigten Staaten sowie in den Vereinten Nationen nachdrücklich aufgefordert, die irakische Regierung anzuweisen, die beschlagnahmte sterbliche Hülle dieser Ashraf-Bewohnerin an ihre Verwandten und Kameraden in Ashraf zurückzuerstatten.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Irans
13. Oktober 2011