Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Iran: Das Studium an einer Hochschule bedarf der Genehmigung durch das Geheimdienstministerium

NCRI – Junge Leute, die an einer Hochschule des Iran studieren wollen, bedürfen dazu der Genehmigung seitens des Geheimdienstministeriums; davon berichtete eine staatliche Nachrichtenagentur.

 

Das strengere System zur Prüfung von Bewerbungen führt jetzt – so die Nachrichtenagentur ILNA – zu Verzögerungen bei der Entscheidung über Bewerbungen.

ILNA berichtete am 7. September: „Aufgrund der vom Höchsten Rat der Kulturrevolution im Jahre 1998 beschlossenen Regelung muß die Situation von Hochschulbewerbern vom Ministerium für Nachrichten und Sicherheit geprüft werden.“

 

Wie folgt zitiert die Nachrichtenagentur eine ‚unterrichtete Quelle’: „Die Prüfung der Bewerber wird in diesem Jahr mit erheblich größerer Sorgfalt durchgeführt. Es liegt an Umständen, die sich aus dem Impeachment gegen den Wissenschaftsminister in diesem Jahr ergeben haben.“

Am 2. August 2014 entließ das Regime des Parlaments den Wissenschaftsminister und unterstrich damit die wachsende Besorgnis des iranischen Regimes darüber, daß immer mehr Studenten Freiheit fordern. 

Während des Impeachments äußerten sich Abgeordnete besorgt über die zunehmende Aktivität oppositioneller Studenten. 

Ein Abgeordneter warnte, im vergangenen Jahre habe die PMOI (MEK) in den Universitäten Schriften verteilt. 

Und der frühere Wissenschaftsminister Mohammad Mehdi Zahedi äußerte seinen Widerstand gegen die Tendenz, Freunde der „Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK)“ und andere Oppositionelle zum Studien an den iranischen Universitäten zuzulassen; so berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim am 18. August. 

Er sagte: „Heute spricht man über jene, die an Master- und Doktor-Studiengängen teilnahmen, darnach jedoch wegen ihrer Verbindung mit den Monafeqin (so bezeichnet hohnvoll das iranische Regime die „Organisation der Volksmojahedin des Iran – PMOI/MEK“) sowie Arabern und anderen oppositionellen Gruppen disqualifiziert wurden.“

Im vergangenen Jahr äußerte sich auch der Höchste Führer Ali Khamenei besorgt über die Politisierung der iranischen Universitäten und warnte die Regierungsvertreter davor, sich daran zu beteiligen. 

Zahedi fügte hinzu: „Der Höchste Führer hat bei verschiedenen Anlässen, besonders im vorigen Jahr, deutlich gemacht, daß das Wissenschaftsministerium und die Universitäten nicht als politische Arena gebraucht werden sollten.“

 

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