Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Iran: Öffentliche Hinrichtungen gehen weiter

Ungeachtet internationaler Kritik, insbesondere seitens der EU, werden die öffentlichen Hinrichtungen im Iran fortgesetzt. Wie die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" am Dienstag meldete, wurde ein Mann wegen Polizistenmordes vor einer großen Zuschauermenge in Gonbad Kavus, im Nordosten des Landes, gehängt. Demnächst sind zwölf weitere Hinrichtungen allein in Kerman im Südost-Iran geplant.

Der zuletzt Gehenkte, Nasser Mohammad Khani, war verurteilt worden, weil er vor zwei Monaten einen Polizisten erstochen haben soll. Der Beamte war im Rahmen der vor einigen Monaten gestartete Kampagne gegen "unmoralische Bekleidung" und "unislamisches Verhalten" im Einsatz. Dabei werden etwa Frauen zum "korrekten" Tragen des islamischen Schleiers angehalten, Männern sollen westliche Frisuren abgewöhnt werden.

In Kerman erklärte der lokale Polizeichef Mohammad Reza Eshagi vor Gläubigen in einer Moschee, die zwölf zum Tode Verurteilten seien im Zuge der selben Kampagne festgenommen worden. Die Vollstreckung werde demnächst erfolgen. Es war allerdings nicht klar, ob die Hinrichtungen öffentlich stattfinden werden. In diesem Fall werden die Delinquenten mit einem Seil um den Hals an einem Kran hochgezogen.

Seit Jahresbeginn wurden im Iran nach Medienberichten 149 Menschen exekutiert. Allein am 1. August wurden zehn Männer gehängt, sieben davon auf einem öffentlichen Platz in Mashhad im Ostiran. Weitere 16 wurden im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran zwischen dem 15. und 22. Juli hingerichtet.

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