Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Iran: Steigende Schikanen und Folterungen von Insassen im Bandar Abbas Gefängnis während des Ramadan

Das inhumane klerikale Regime hat die Schikanen und Folterungen von Insassen des Gefängnisses in Bandar Abbas (Süriran) während des heiligen Fastenmonats Ramadan verschärft. In Bandar Abbas herrschen zur Zeit Temperaturen um 50 Grad Celsius und selbst kranke Patienten dürfen während des Tages weder Essen noch Trinken.

Seit Beginn des Ramadan wurden die Tagesrationen der Gefangenen reduziert. Die Rationen von Brot wurden um die Hälfte reduziert und es gibt nur noch zwei Rationen von sehr schlechter Qualität und Menge, wenn die tägliche Fastenzeit beendet ist. Diese Bedingungen sind sowohl für die fastenden Insassen als auch für diejenigen, die nicht fasten, sehr hart.

Ca. 4000 Insassen befinden sich in diesem Gefangnis, welches eigentlich für 400 Gefangene ausgelegt ist. Das Gefangnis hat sich mittlerweile in ein Todeslager verwandelt. Mindestens 300 Gefangene sind zum Tode verurteilt. Den Insassen wird minimalste medizinische Behandlung verweigert, vor allem psychoaktive Mittel und Methadon. Hepathitis verbreitet sich unter den Insassen und die Gefängnisleitung hat bisher nichts dagegen unternommen, die Epidemie einzudämmen, im Gegenteil, es wird Erkrankten notwendige medizinische Behandlung verweigert. Über 500 Insassen in Abteilung 10 des Gefängnisses leiden bereits an Hepathitis. Anstatt jedoch eine Verbreitung des Virus zu verhindern, werden infizierte Insassen in andere Abteilungen verlegt.

Der 44 Jahre alte Insasse Ahmad Bajelani litt an Hepathitis und Tuberkulose und starb am 15. Juli unter schweren Schmerzen nach der Weigerung einer minimalen medizinischen Versorgung. Ein weiterer Gefnagener, der zu Beginn der Inhaftierung in einem guten Gesundheitszustand war, erkrante ebenfalls an Hepathitis und kam dann in Abteilung 10. Die Wärter lehnten eine Verlegung in ein Krankenhaus ab und drohtem ihm, dass jegliche Behandlung enorme Kosten nach sich ziehen würde. Dann wurde ihm versichert, “dass er so viele Schmerzen habe würde, dass er stirbt”, wenn er die Behandlung nicht bezahlt.

In diesem Gefängnis, das mehr einem Todeslager ähnelt, gibt es keine Klimaanlagen und dies macht das Atmen in den Zellen unerträglich. Das Wasser ist verschmutzt oder schmeckt abscheulich. Der Shop im Gefängnis verkauft nur abgelaufene Ware und das zu astronomischen Preisen. Es fehlt an grundlegenden hygenischen Einrichtungen und die Zellen sich daher verschmutzt und ein widerwärtiger Geruch zieht durch das Gefägnis. Die Verbreitung von Ungeziefer in der gesamten Anlage ist in einem solchen mittelalterlichen Gefängnis mit katastrophalen Bedingungen ebenfalls an der Tagesordnung.

In einer solchen Umgebung wird vor allem der Druck auf politische Gefangene erhöht und ihren wird damit gedoht, dass man sie zu den anderen Insassen sperrt oder ihre Haftstrafen verlängert.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

17. Juli 2013

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