
Besuche von Angehörigen zu bekommen.
Der Chef des Gefängnisses Mohammad Mardani teilte den sunnitischen Gefangenen mit, dass ihnen bis auf weiteres der Besuch von Angehörigen nicht erlaubt sei. Ihre Angehörigen würden über dieses Verbot unterrichtet.
Die sunnitischen politischen Gefangenen, die sich im Gohardasht Gefängnis in der Stadt Karaj befinden, sind zumeist aus der weit westlich gelegenen Provinz des Landes und bekommen alle paar Monate einmal Besuch von Angehörigen.
Die Henker der iranischen Regimes im Gefängnis benutzen den Besuch von Familienangehörigen als Mittel, um diese Gefangenen weiter unter psychischen Druck zu setzen.
Die Praxis ist nichts Neues in iranischen Gefängnissen, aber sie wurde neuerdings verschärft, als mehr Sunniten verhaftet wurden.
Anfang Oktober haben staatliche Sicherheitskräfte des iranischen Regimes mindestens 20 sunnitische Iraner am Tag des islamischen Fests Eid al-Adha oder Opferfest in der westlich gelegenen Stadt Mahabad festgenommen.
Die Sicherheitsleute drangen gewaltsam in die Häuser von Bewohnern von Mahabad ein.
Die Sicherheitskräfte des iranischen Regimes hinderten am 2. Oktober in einigen Bezirken von Teheran sunnitische Muslime daran, zum Fest Eid al-Adha oder Opferfest zu beten.
Ein iranischer sunnitischer Kleriker sagte dazu: „Wir haben mehrmals das Innenministerium gebeten, zu kooperieren und die Beschränkungen zu beseitigen, weil das in dem Land unser Recht ist. Aber leider wurden, wie berichtet wird, den Sunniten in Teilen des Landes Beschränkungen auferlegt“.
Der neueste Bericht des Sonderberichterstatters der Vereinten Nationen über die Situation der Menschenrechte, der im Oktober veröffentlicht wurde, stellt fest: „Mindestens 150 sunnitische Muslime sind derzeit interniert, weil sie, wie zu erfahren war, religiöse Versammlungen und Aktivitäten organisiert haben, oder aber nach Verfahren, die oft internationalen Standards nicht entsprechen. Vielen wurden schwere Vergehen gegen die Sicherheit zur Last gelegt