
Am 21. August 2016 berichtete die Nachrichtenagentur Mehr, die mit dem Ministerium für Nachrichtendienste verbunden ist, dass Seyed Zia Hashemi bei einem Jahrestreffen der Behörden der studentischen Bassidsch Organisation (einer der paramilitärischen Kräfte des Regimes) in Maschad den Wortlaut des Gesetzes hervorgehoben hat, dass das Verbot von Konzerten in den Universitäten und ebenso das von gemeinsamen Fahrten der Studenten gelte. Er erklärte: „Die Instruktion zu den Fahrten wurde 2009 ratifiziert und danach sind gemischt geschlechtliche Fahrten untersagt. Das betrifft alle kulturellen, wissenschaftlichen, betrieblichen Ausflüge und Bildungsreisen. Da manche Stellen einen persönlichen Besuch erforderlich machen, sind Bildungsreisen dahin ausnahmsweise erlaubt, wenn der Professor die Studenten begleitet. Wir haben alle Probleme berücksichtigt, die aufgetreten sind”.
Er wies auch darauf hin: „Es sind keine koedukativen Touren erlaubt. Es wurde registriert, dass bislang 40 koedukative Ausflüge ohne Aufsicht der Universität und von Studenten stattgefunden haben. Auf diesen Zustand haben wir sofort reagiert“.
Zu erwähnen ist, dass das Wissenschaftsministerium am 8. August 2016 bekannt gegeben hat, dass in der Vergangenheit keine Konzerte in der Universität veranstaltet worden seien und heute ebenso wenig stattfänden.
In den letzten Tagen haben die Imame des Mullah-Regimes bei den Freitagspredigten sich gegen alle Konzerte in den Städten ausgesprochen, so in Maschad, Ramsar, Tonekabon, Sirjan, Khvaf und Anbarabad.