In ihren Berichten beschrieben die ausländischen Journalisten den Besuch als eine Inszenierung des Regimes. Die Französische Nachrichtenagentur AFP schrieb: "Die Gefängniswärter erlaubten uns keinen Zugang zum Block 209, in dem sich die politischen Gefangenen aufhalten sollen." Am 12. September berichtete LCI (ein französisches TV Netzwerk): "Das Fernsehen dort kann nicht richtig arbeiten und Schmerzensschreie waren zu hören. 2003 wurde die iranisch-kanadische Fotojournalistin ermordet, weil sie Bilder von genau diesem Gefängnis aufgenommen hatte."
Eine solche Show wurde inszeniert, gerade in einer Zeit, in der der Druck auf politische Gefangene im Iran zunimmt. Am 11. September wurden Afshin Baimani und Javid Tehrani von den Gefängniswärtern im berüchtigten Gohardasht Gefängnis im Westen Teherans durch Schläge schwer verletzt.
Abdolreza Rajabi, ein anderer politischer Gefangener im Diesel-Abad Gefängnis in Kermanshah im Westen des Landes wurde die notwendige medizinische Versorgung verweigert, die für seine Verletzungen notwendig gewesen wäre. Diese Verletzungen resultieren aus den "Behandlungen" durch das Ministerium für Nachrichten Dienste und Sicherheit (MOIS) seit seiner Gefangennahme 2001. Die Gefängniswärter verweigerten dem 65jährigen Khalil Shalchi, der seit mehr als sieben Jahren im Gefängnis ist, die notwendige medizinische Behandlung.
In den vergangenen 27 Jahren hat die herrschende klerikale Diktatur keine Gefängnistore für internationale Untersuchungskommissionen geöffnet. Tausende politische Gefangene im Evin Gefängnis wurden gefoltert und später hingerichtet. Eine große Zahl der 30.000 politischen Gefangenen, die 1988 ermordet wurden, waren hier eingesperrt. Keinem einzigen Außenstehenden wurde jemals gestattet, auch nur einen Teil der Verliese zu sehen.
Der Iranische Widerstand appelliert an alle internationalen Menschenrechtsorganisationen, solche absurden Shows zu verurteilen, die nur dazu beitragen, den physischen und psychologischen Druck auf die politischen Gefangenen zu erhöhen, und wiederholte, dass eine unabhängige internationale Delegation zugelassen worden wäre, wenn die Mullahs zu ihren Worten stehen würden. Bei den Besuchen im Evin Gefängnis und anderen Gefängnissen hätten auch Berichterstatter der Vereinten Nationen, Menschenrechtler, Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes und Vertreter des Iranischen Widerstandes anwesend sein müssen. Das forderte der Iranische Widerstand bereits mehrfach.
Die Gräueltaten des klerikalen Regimes, zu denen 120.000 politische motivierte Hinrichtungen und die Ermordung Unschuldiger im In- und Ausland gehören, werden als Verbrechen gegen die Menschlichkeit betrachtet, für die die Führer des Regimes vor einem internationalen Gerichtshof zur Verantwortung gezogen werden müssen.
Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
14. September 2007