Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

US-amerikanische Kongressabgeordnete verurteilt Diskriminierung der Ashraf Bewohner

U.S. Congresswoman Sheila Jackson LeeNWRI – Die US-amerikanische Kongressabgeordnete der Demokraten, Sheila Jackson Lee, aus Texas verurteilte das Verhalten der irakischen Regierung im Bezug auf die Flüchtlinge im Camp Ashraf. Sie sprach am 23. Februar vor dem US-amerikanischen Repräsentantenhaus in der Debatte über eine Lösung für die Lage religiöser Minderheiten im Irak. Auszüge aus ihren Darlegungen:

„In keinem Fall ist die Behandlung von Minderheiten durch die Regierung verwirrender als die Behandlung der im Camp Ashraf ansässigen Personen. Auch wenn Camp Ashraf am anderen Ende der Welt ist, betreffen die Bedingungen dort auch Amerikaner, auch aus meinem Bezirk und aus dem Bundesstaat Texas, wo einige meiner Wähler Familienangehörige im Camp Ashraf haben. Zum Beispiel ist der Bruder meiner Wählerin Mitra Sohrabi gegenwärtig im Camp Ashraf inhaftiert und sie macht sich täglich Sorgen über seinen Gesundheitszustand. Ich kenne ebenfalls viele Menschen in Houston und im ganzen Staat Texas, die direkt von dem Angriff im Juli 2009 auf das Camp Ashraf betroffen sind.

Ende vergangenen Jahres, drei Monate nachdem das US Militär die Kontrolle über Camp Ashraf übergeben hatte, verletzten irakische Sicherheitskräfte die Menschenrechte der iranischen Volksmojahedin (PMOI/MEK).

Im Camp Ashraf sind mehr als 3.400 Exiliraner und politische Dissidenten interniert, die Mitglieder der PMOI sind. Darunter sind mehr als 1.000 Frauen. Die PMOI ist gegen das gegenwärtige iranische Regime und für ihre politischen Auffassungen wurden sie aus dem Iran ins Exil getrieben und in Ashraf unter Sequester gestellt. Mehrere im Camp Ashraf gefangen gehaltene Frauen berichteten von Einschüchterungen und Androhungen psychischer und sexueller Gewalt durch irakische Sicherheitskräfte.

Am 28. Juli 2009 überfielen die irakischen Sicherheitskräfte die im Camp Ashraf internierten Personen. Die USA hatte etwas mehr als drei Wochen zuvor die Kontrolle von Camp Ashraf auf die Regierung im Irak übertragen, als der Angriff stattfand. Der Überfall begann am Dienstag, dem 28. Juli, als irakische gepanzerte Fahrzeuge gegen die iranischen Gefangenen vorgingen. Die Angriffe dauerten zwei ganze Tage und endeten mit dem Tod von 11 Exiliranern und mit mehr als 400 Verletzten. Im Ergebnis des Überfalls wurden 36 Männer unter dem Verdacht auf gewaltsamen Verhaltens verhaftet. Die 36 Verhafteten Camp Ashraf Insassen kamen dann wieder frei, aber die Vereinigten Staaten haben ein gleichbleibendes Interesse daran, dass sich die Ereignisse des 28. Juli nicht noch einmal wiederholen.

Auch wenn die meisten der Camp Ashraf Bewohner nicht zu religiösen Minderheiten gehören, sie ist doch die Behandlung der Insassen des Camps durch die irakische Regierung ein gefährliches Beispiel.“

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