Abdi, politischer Analytiker und Verbündeter des früheren iranischen Präsidenten Mohammad Khatami, sagte gegenüber der iranischen Zeitung „Asr-e“: „Wenn der Kandidat der Regierung bestätigt wird und Ali Akbar Hashemi Rafsanjani auf dem Feld bleibt, wird es zu einer Polarisierung kommen.
Es ist nicht vorauszusagen, was geschehen wird, wenn diese Situation eintritt, doch es wird sehr kompliziert werden. Viel hängt davon ab, wie man mit dieser Situation umgeht.
Ich glaube, diese beiden führenden politischen Kräfte werden in den nächsten beiden Wochen alle anderen Kandidaten aus dem Felde schlagen.“
Wenn aber Ahmadinejads Kandidat disqualifiziert wird, so wird nach Ansicht Abdis Ahmadinejad nicht einfach aufgeben.
Er fügte hinzu: „Was er dann tun wird, ist unbekannt. Ich weiß nur: Er setzt bei dieser Wahl alles auf eine Karte, und er wird nicht still halten.
Die Regierung sieht sich gegenwärtig von zwei komplexen Mächten umstellt; sie weiß nicht, was sie mit den beiden anfangen soll.
Bei anderen Wahlen bestand im Vorhin Einigkeit darüber, wer gewählt werden würde. Diesmal ist es anders; die Betroffenen werden dafür ihren Preis entrichten müssen.
Das Problem liegt darin, daß das herrschende System weder mit Mashaei noch mit Rafsanjani zurecht kommen kann; daraus werden Schwierigkeiten erwachsen. Die Dinge werden sich in den nächsten beiden Wochen beschleunigen; die politische Struktur des Regimes könnte daran zerbrechen.“