Tunnel
Die Inspektoren hätten bei ihrem kürzlichen Besuch die nördlich gelegene Sektion 10 der Anlage in Parchin besucht, wo u.a. Teile zur iranischen Luftabwehr gefertigt würden, führte Safavi aus. Nuklear- und Laserforschung werde aber Sektion 1 in einem geheimen Tunnel getätigt. Diese Sektion liege auf dem Landweg zehn Kilometer weiter südlich hinter Bergen versteckt und sei über ein anderes Tor zugänglich. Safavi forderte, die UN-Inspektoren sollten dort "jedes einzelne Gebäude inspizieren".
Das Regime in Teheran habe außerdem angefangen Tunnel zu bauen, um zu vermeiden, dass weitere Informationen über das Atomprogramm bekannt würden. Dort sei auch Material aus der Anlage Lawissan-Shian hingeschafft worden, bevor die Inspektoren diese im Juni 2004 untersucht hätten. Die Tunnel seien zudem mit Blei verstärkt worden, um den Austritt von radioaktiven Partikeln zu vermeiden.
Der Widerstandsrat beruft sich auf hochrangige Stellen, die mit dem Atomprogramm vertraut seien. Die Versuche, die Aktivitäten zu einem militärischen Nuklearprogramm zu verheimlichen seien auch der Grund, warum es so lange gedauert habe, bis die Inspektoren Zugang zu den iranischen Anlagen erhalten hätten.